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STI erkennen und behandeln Symptome von sexuell übertragbaren Infektionen

Neben „Jucken“ und „Brennen“ gibt es eine Reihe anderer charakteristischer Symptome, die auf sexuell übertragbare Infektionen (STI) hinweisen können. Diese zu kennen ist wichtig, denn sich mit einer STI anzustecken, kann immer mal passieren.

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) können eine Vielzahl von unterschiedlichen Beschwerden verursachen. Sie können aber auch symptomarm verlaufen. Gehen Sie auch dann zum Arzt, wenn die Symptome nach einiger Zeit von alleine zurückgehen oder sogar ganz verschwinden. Denn meist verbleibt die STI trotz der abklingenden Symptome im Körper und kann Ihre Gesundheit auf Dauer schwer schädigen. Lassen Sie sich daher im Zweifelsfall lieber ärztlich untersuchen. Denn behandelt sind die meisten STI heilbar, unbehandelt können Sie jedoch schwere gesundheitliche Folgeschäden verursachen.

1. Ausfluss

Ausfluss ist ein typisches Zeichen für viele sexuell übertragbare Infektionen (STI).

Ausfluss beim Mann
Ausfluss aus dem Penis ist ein Zeichen für eine STI. Meist ist der Ausfluss gelblich, eitrig und/oder schleimig.

Ausfluss bei der Frau
Ausfluss aus der Scheide kann ein Zeichen für eine STI sein, ist bei Frauen aber auch ein natürliches Phänomen. Ist der Ausfluss weißlich oder leicht gelblich ist das somit völlig normal und kein Symptom für eine STI. Auch leichte Veränderungen im Laufe des Zyklus einer Frau sind etwas völlig Normales. Verändert sich der Ausfluss in Geruch, Menge und Farbe jedoch stark, kann das ein Hinweis auf eine STI sein.

Folgende Veränderungen des Ausflusses aus der Scheide können Hinweise auf eine STI sein:

  • Verstärkter Ausfluss
  • Unangenehmer Geruch
  • Ungewöhnliches Aussehen und Farbe (grün, gelb, bräunlich)
  • Ungewöhnliche Form (schleimig, eitrig oder schaumig)

Übrigens: Wenn sich Frauen oder Männer beim Analverkehr mit einer STI angesteckt haben, kann der Ausfluss auch aus dem Po kommen.

2. Schmerzen beim Wasserlassen, Jucken und Brennen

Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen können bei Männern und Frauen ein Zeichen für eine sexuell übertragbare Infektion (STI) sein.

Auch Jucken und Brennen an den Geschlechtsteilen sind sowohl beim Mann als auch bei der Frau typische Zeichen für viele STI.

3. Bläschen, Warzen und Geschwüre auf der Haut

Bläschen, Warzen und Geschwüre können Anzeichen für die sexuell übertragbaren Infektionen (STI) Herpes Genitalis, Feigwarzen und Syphilis sein. Diese Hautveränderungen sind sehr ansteckend und sollten daher nicht berührt werden.

Bläschen, Warzen und Geschwüre können vorkommen:

  • am Penis
  • an den Schamlippen
  • am und im Mund
  • am und im Po
  • am ganzen Körper: Hautausschlag.

Oft bilden sich die Hautveränderungen nach ein paar Wochen teilweise oder auch vollständig von alleine zurück.
Aber Achtung: Das ist keine Heilung! Die Krankheit ist nur im Körper versteckt und kann nach einiger Zeit in schlimmerer Form wiederkommen.

4. Schmerzen

Schmerzen im Unterleib und Schmerzen beim Vaginal- oder Analverkehr können Anzeichen für sexuell übertragbaren Infektionen (STI) sein. Viele STI verursachen jedoch kaum oder auch gar keine Schmerzen.

5. Blutungsstörungen

Blutungsstörungen können bei Frauen ein Zeichen für sexuell übertragbare Infektionen (STI) sein.

Blutungsstörungen sind zum Beispiel:

  • Blut kommt aus der Scheide, obwohl die Frau im Moment nicht ihre Menstruation hat.
  • Der Ausfluss aus der Scheide ist rot oder braun.
  • Die Menstruation kommt gar nicht.
  • Die Menstruation ist sehr unregelmäßig: manchmal kommt sie, manchmal kommt sie nicht.

6. Andere Krankheitszeichen

Manche sexuell übertragbare Infektionen (STI) verursachen grippeähnliche Symptome.

Solche Symptome sind zum Beispiel:

  • Ständige Müdigkeit
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Halsschmerzen

Gehen Sie mit STI-Symptomen zum Arzt

Lassen Sie sich bei Anzeichen auf eine sexuell übertragbare Infektion (STI) ärztlich untersuchen. Denn bleibt eine STI unerkannt und unbehandelt, kann sie verschleppt werden und Ihre Gesundheit auf Dauer schwer schädigen. Frühzeitig behandelt heilen die meisten STI hingegen ohne Folgeschäden aus.

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