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LIEBESLEBEN Strategie und Konzept

Die Grundlage von LIEBESLEBEN bildet eine langfristig angelegte „gesellschaftliche Lernstrategie“, die auf modernen gesundheits- und sozialwissenschaftlichen Konzepten beruht.

Die Grundlage von LIEBESLEBEN bildet eine langfristig angelegte „gesellschaftliche Lernstrategie“, die auf modernen gesundheits- und sozialwissenschaftlichen Konzepten beruht.

Mit der Immunschwächekrankheit Aids wurde die Welt Anfang der 1980er Jahre mit einer neuen, bis dahin völlig unbekannten Erkrankung konfrontiert. Das Thema Aids löste in der ersten Zeit Panik und Hysterie aus. Es bedurfte daher auch in Deutschland einer grundsätzlichen Entscheidung, wie mit dieser unbekannten Herausforderung umzugehen war. Der Botschaftsappell „Gib AIDS keine Chance“ mit der vielschichtigen Prävention zu HIV und Aids war dieser Herausforderung gewachsen und bildete in knapp 30 Jahren das Fundament für die neue Dachmarke LIEBESLEBEN, die mit empathischer, zielgruppengerechter Ansprache die zusätzlichen Themenfelder um sexuell übertragbare Infektionen (STI) zukünftig wirkungsvoll kommunizieren wird.

Die gesellschaftliche Lernstrategie ist dabei die Grundlage der Prävention. Dazu gehört der Konsens, dass die Präventionsbotschaften bei allen Bevölkerungsschichten ankommen müssen, um auf Dauer wirksam sein zu können. Zentrales Anliegen ist der Abbau von Diskriminierung und Stigmatisierung von durch HIV und STI betroffenen oder gefährdeten Menschen. Diese Grundüberzeugung ist bis heute die entscheidende Basis für die Entwicklung sämtlicher Kampagnenmaßnahmen.

Medien- und Maßnahmenmix

Das Konzept von LIEBESLEBEN basiert auf einem wissenschaftlich fundierten Medien- und Maßnahmenmix. Unter dem Dach der Kampagne und ihren Kernbotschaften werden sämtliche Maßnahmen eng miteinander verknüpft. Sie verfolgen das gleiche Ziel und verstärken sich damit gegenseitig.

  • Massenkommunikationsmittel, wie TV- und Hörfunk-Spots oder Großplakate und Anzeigen haben die höchste Reichweite in der Bevölkerung und geben Denk- und Gesprächsanstöße. Hierzu gehören die aktuelle Cartoon-Kampagne, die Kampagne zum Welt-Aids-Tag, TV- und Kino-Spots. Die Crossmediale Strategie wird durch umfangreiche digitale Kommunikationsmaßnahmen mit Webseite und Social Media Aktivitäten ergänzt.
  • Broschüren und andere Printmedien bieten ergänzende und differenzierte Informationen für Interessierte und Multiplikatoren. Alle Borschüren können über das Bestellsystem der BZgA in der Regel kostenlos angefordert werden.
  • Personalkommunikative Elemente, die Menschen individuell ansprechen, ermöglichen und intensivieren die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema HIV, Aids und STI. Beispiele sind die Ausstellung „GROßE FREIHEIT“, die JugendFilmTage, das Methodenangebot zur Unterstützung der Präventionsarbeit vor Ort.
  • Die anonyme persönliche Telefon- und Onlineberatung ist an sieben Tagen in der Woche erreichbar und hilft bei persönlichen Fragen und schwierigen Erfahrungen, bei Unsicherheiten und Ängsten. Sie nennt auch Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in Ihrer Nähe.