Sie sind hier:

Übertragung und Schutz Übertragungswege von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

STI werden beim Sex vor allem durch Anal- und Vaginalverkehr ohne Kondom übertragen. Neben der Übertragung beim Sex können STI auch auf nicht sexuellem Wege während Schwangerschaft oder Geburt von der Mutter auf das Kind und beim intravenösen Drogenkonsum durch gemeinsam benutzte Spritzen übertragen werden.

STI-Übertragung beim Sex

Anal- und Vaginalverkehr ohne Kondom gehören zu den Hauptübertragungswegen von sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Auch das ungeschützte kurze Eindringen des Penis in Scheide oder Po während des Vorspiels kann bereits zu einer Ansteckung führen. Denn für eine Übertragung reicht bei vielen STI bereits enger Kontakt zwischen einer mit STI-Erregern befallenen Schleimhaut und gesunder Schleimhaut aus. Eine weitere Übertragungsmöglichkeit für STI ist die Schmierinfektion. Bei der Schmierinfektion werden STI-Erreger über Finger und Hände oder über gemeinsam benutztes Sexspielzeug (zum Beispiel Dildos) weitergegeben.

Hauptübertragungswege beim Sex

STI können übertragen werden durch:

  • Anal- und Vaginalverkehr ohne Kondom
  • Berührung von Syphilis-Geschwüren, Feigwarzen oder Herpes-Bläschen
  • ungeschützter Oralverkehr (oral-genital bzw. oral-anal)

Bei infizierten Personen befinden sich STI-Erreger in den befallenen Schleimhäuten von Scheide, Penis oder Po. Außerdem können folgende Körperflüssigkeiten STI-Erreger enthalten und somit ansteckend sein:

  • Blut
  • Sperma
  • Scheidenflüssigkeit
  • Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut
  • Flüssigkeit aus Bläschen und Geschwüren
  • Eiter, Wundflüssigkeit und Absonderungen von Entzündungen

Zu einer Ansteckung kommt es, wenn STI-Erreger die oberste Schicht der Haut bzw. Schleimhaut überwinden. Häufig reichen hierfür bereits kleinste nicht sichtbare Verletzungen aus.

Andere Wege der STI-Übertragung

Neben der sexuellen Übertragung können einige STI auch durch intravenösen Drogenkonsum und während Schwangerschaft und Geburt weitergegeben werden.

STI-Übertragung beim intravenösen Drogenkonsum

HIV, Hepatitis C und Syphilis können über die gemeinsame Benutzung von Spritzbesteck (Nadel, Kanüle, Spritze) und Zubehör (Löffel, Filter, Abbinder etc.) übertragen werden. Spritzbesteck und Zubehör sollten beim intravenösen Drogenkonsum daher nie gemeinsam benutzt werden.

Schwangerschaft, Geburt und Stillen

Einige STI können über die Muttermilch von einer infizierten Mutter an ihr Baby weitergegeben werden. Auch während Schwangerschaft und Geburt kann es zu einer Übertragung auf das Baby kommen. Eine Ansteckung kann für das Baby schwerwiegende gesundheitliche Folgen bis hin zu Erblindung und Tod haben. Daher bietet die Frauenheilkunde im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge Tests auf relevante STI an. Fragen Sie Ihren Gynäkologen oder Ihre Gynäkologin danach, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schwanger sind.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen

Sie suchen mehr Informationen darüber, wie Sie sich vor einer STI-Übertragung schützen können, an welchen Symptomen Sie eine STI erkennen können oder wie die wichtigen STI behandelt werden? Dann könnten die folgenden Links für Sie interessant sein:

Schutzmaßnahmen vor STI
Symptome von STI
Wichtige STI

Informationsmaterial