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Kondome Kondome allgemein

Gummi, Präservativ oder Lümmeltüte: Das Kondom ist weithin unter vielen Namen bekannt. Es besteht aus einer hauchdünnen und zugleich reißfesten Latexhaut.

Beim Sex kaum zu spüren: Kondome sind um ein Vielfaches dünner als die menschliche Haut. Voraussetzung dafür ist, dass sie passen. Das Kondom ist der Form des Penis angepasst. Damit lässt es sich einfach über den steifen Penis abrollen.

Kondome haben keine schädlichen Nebenwirkungen, denn sie bestehen aus Naturkautschuklatex. Für diejenigen Menschen, die eine Latexallergie haben, gibt es Kondome aus Polyurethan.

Mit Geschichte

Die Geschichte des Kondoms reicht weit zurück. Allerdings ist wenig über die genaue Entstehung überliefert.
Bereits in der Antike sollen Kondome Verwendung gefunden haben. König Minos von Kreta soll 1200 v. Chr. Ziegenblasen als eine Art Kondom benutzt haben.

16. Jhd. Leinesäckchen sollten dem Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) dienen. Sie wurden mit Asche und Salzen präpariert.

17. Jhd. Schafsblinddärme wurden als Kondome in Europa eingeführt.

18. Jhd. Aus Samt und Seide bestanden die Kondome zu Zeiten Casanovas.

19. Jhd. Das erste Gummikondom wurde erfunden. Es wies eine deutlich sichtbare Längsnaht auf.

20. Jhd. Latexkondome revolutionieren den Markt. Sie haben keine Naht mehr, sind sehr dünn und reißfest.

21. Jhd. Latexkondome in einer Vielzahl an Formen und Größen stehen zur Verfügung. Viele Menschen benutzen Markenkondome aus Naturkautschuk.

Wie sicher sind Kondome wirklich?

Dass Qualitäts-Kondome ein gut wirksamer Schutz gegen HIV sind, ist bereits seit langer Zeit und weltweit durch umfangreiche Studien (u.a. bei Paaren, bei denen ein Partner HIV-infiziert ist und die über lange Zeit ein aktives Sexualleben miteinander haben) gezeigt worden. Die Empfehlung von Kondomen zum Schutz vor HIV wird deshalb überall auf der Welt gegeben. Sie wird von allen relevanten und renommierten Institutionen, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), den Vereinten Nationen und in allen Ländern getragen, in denen wirksame HIV-Prävention ein erklärtes nationales Ziel ist. Dabei ist allen Experten selbstverständlich klar, dass jedes Verhütungsmittel auch versagen kann - also nie absolut zu 100% schützt. Der Schutzeffekt nimmt dann rasch ab, wenn Kondome nicht immer oder nicht richtig angewendet werden.
Ebenso klar ist jedoch: Nur der Verzicht auf Sex (oder die lebenslange Monogamie nicht infizierter Partner) gibt einen vollkommenen Schutz vor sexueller Übertragung von Infektionen. Aber nur wenige Menschen können dauerhaft so leben. Für alle anderen sind Kondome der beste Schutz!

UNAIDS: Making condoms work for HIV prevention

Aus verschiedensten Gründen sind die Schutzwirkung von Kondomen gegen HIV und der in diesem Zusammenhang oft zitierte Schutzfaktor bezüglich Schwangerschaft nicht vergleichbar. Deswegen ist auch der häufig angeführte "Pearl-Index" kein sinnvolles Maß für den Schutz vor HIV. Die Gründe dafür aufzuführen, führt hier zu weit. Seit langem ist aber bekannt, dass auch der Schutz vor unerwünschter Schwangerschaft durch Kondome sehr stark von der richtigen Anwendung und Übung abhängig ist. Wenn beides "stimmt", sind Kondome auch in diesem Bereich als sicher zu bewerten. Deshalb legt die BZgA in ihren Medien großen Wert darauf, solche Anwendungsfehler zu minimieren.

Weniger die einzelnen Faktoren als der Gesamt-Effekt sind entscheidend: Kondome schützen sehr gut vor HIV und verringern das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), sofern sie richtig und konsequent angewendet werden.

Zur Sicherheit

An Kondome werden als Medizinprodukte hohe Qualitätsanforderungen gestellt. In der internationalen Norm DIN EN ISO 4074 sind die hohen Ansprüche an Kondome formuliert. Nach strengen Vorschriften werden sie hergestellt und einzeln auf ihre Sicherheit kontrolliert.
Kondome werden einer Vielzahl von Qualitätskontrollen unterworfen, bevor sie das CE-Prüfzeichen oder das dlf-Qualitätssiegel erhalten.
Zu den wesentlichen Qualitätskriterien der technischen Prüfung gehören

  • der Dichtheitstest,
  • der Aufblastest,
  • der Dehnungstest und
  • der Test auf mikrobiologische Reinheit.


Als unabhängige Institution bestätigt beispielsweise die „Stiftung Warentest“ regelmäßig die Qualität von Markenkondomen.

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