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HIV-Übertragung Wie HIV nicht übertragen wird

HIV gehört zu den schwer übertragbaren Krankheitserregern. Die üblichen Hygienemaßnahmen im Haushalt, im Krankenhaus, in der Arzt- oder Zahnarztpraxis, bei der Akkupunktur, beim Friseur, bei Maniküre und Pediküre oder beim Piercen und Tätowieren reichen aus, um es unschädlich zu machen.

Bei Erste-Hilfe-Leistung lässt sich der Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten mit Einmalhandschuhen vermeiden. Angst vor HIV sollte kein Grund sein, solche lebensrettenden Maßnahmen zu unterlassen. Die Haut ist eine sichere Barriere gegen HIV, Einmalhandschuhe bieten zusätzlichen Schutz. Eine Übertragung bei Erste-Hilfe-Leistung ist nicht beschrieben worden. Gegen berufsbedingte Risiken wie zum Beispiel bei der Arbeit mit Blut im Krankenhaus gibt es besondere Vorschriften.

Es besteht keine Ansteckungsgefahr durch:

Küsse, Zungenküsse

Kein Risiko beim Küssen. Weltweit ist kein Fall bekannt, bei dem Küssen der Übertragungsweg war.

Körperkontakte, Hautkontakte

Kein Risiko bei Haut- und Körperkontakten wie Händeschütteln, Streicheln, Schmusen.

Familienleben, Gemeinschaftsleben

Kein Risiko. Niemand kann sich anstecken, auch wenn er mit einem Infizierten in einer Familie oder Wohngemeinschaft eng zusammenlebt.

Übertragung durch die Luft

Kein Risiko. Auch durch Anhusten oder Niesen kann man nicht mit HIV infiziert werden.

Essen und Restaurant

Kein Risiko

Geschirr, Kleidung, Wäsche

Kein Risiko. Die gemeinsame Benutzung von Essgeschirr birgt keine Gefahr. Auch Kleidung oder Wäsche von Infizierten muss nicht gesondert gewaschen werden.

Schwimmbad, Sauna, Toiletten, Waschräume

Kein Risiko. HIV kann bei der gemeinsamen Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen nicht übertragen werden.

Arzt, Zahnarzt, Krankenhaus

Kein Risiko durch medizinische Maßnahmen bei Beachtung der üblichen Hygienevorschriften (d.h. Benutzung von Einwegmaterial oder sicher keimfrei gemachten Instrumenten). Bei Gabe von Blut und Blutplasma besteht trotz sehr effektiver Sicherungsverfahren ein - äußerst niedriges - Restrisiko. Deswegen wird bei planbaren Operationen die Eigenblutspende empfohlen. Inaktivierte Blutprodukte sind bei ordnungsgemäßer Herstellung praktisch HIV-sicher.

Friseur, Maniküre, Piercing, Tätowieren, Ohrlochstechen

Kein Risiko, wenn die bestehenden Hygieneregeln eingehalten werden. Alle stechenden oder schneidenden Gegenstände, die mit Blut in Kontakt kommen können, immer nur einmal benutzen oder wirksam desinfizieren. Rat: Piercen, Tätowieren oder Ohrlochstechen nur bei Fachkräften.

Insektenstiche

Kein Risiko. Durch Mücken, andere Insekten oder andere Tiere wird HIV nicht übertragen.

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