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Zahlen und Fakten Verbreitung von HIV und Aids

Immer mehr Menschen leben mit HIV und Aids – in Deutschland als auch international. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen Zugang zu Behandlung und Therapie haben und dadurch die Zahl der Aids-bedingten Todesfälle in den vergangenen Jahren gesenkt werden konnte.

Die Situation weltweit

Ende 2010 lebten weltweit laut Schätzungen von UNAIDS 34 Millionen Menschen mit HIV und Aids – 17 Prozent mehr als noch 2001. Diese Zahlen geben zum einen die weiterhin hohe Zahl der weltweiten Neuinfektionen wieder. Sie stehen jedoch ebenfalls für den verbesserten Zugang zu antiretroviraler Therapie, wodurch die Zahl der Aids-bedingten Todesfälle in den letzten Jahren wesentlich reduziert werden konnte. 2010 starben 1,8 Millionen Menschen an den Folgen von HIV und Aids – Mitte der 2000er Jahre waren es noch 2,2 Millionen. Das Milleniumziel „universeller Zugang zu Behandlung und Therapie bis 2010“ ist damit nicht erreicht, jedoch tragen die internationalen Bemühungen in diese Richtung erste Früchte.

Auch die Neuinfektionszahlen konnten in den vergangenen Jahren weiter gesenkt werden – ihre Zahl lag 2010 bei 2,7 Millionen. Das sind 15 Prozent weniger als noch in 2001. Die HIV-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen, konnte in 33 Ländern reduziert werden, 22 davon in Sub-Sahara-Afrika, der am stärksten von HIV betroffenen Region.

Der Anteil der Menschen mit HIV und Aids an der erwachsenen Gesamtbevölkerung der jeweiligen Region liegt derzeit in Sub-Sahara-Afrika bei 5 Prozent, in der Karibik bei 0,9 Prozent und in Osteuropa und Zentralasien bei 0,9 Prozent - die weltweit derzeit höchsten Prävalenzen. In Westeuropa liegt die Prävalenz in den letzten Jahren relativ stabil bei 0,2 Prozent.

UNAIDS veröffentlicht im „epidemic update“ regelmäßig die weltweiten Zahlen zu HIV und Aids – zu finden unter www.unaids.org.

Die Situation in Deutschland

Nicht nur im weltweiten sondern auch im westeuropäischen Vergleich sind die Zahlen in Deutschland auf relativ niedrigem Niveau. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lebten Ende 2012 rund 78.000 Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland. Die Zahl der geschätzten Neuinfektionen in 2012 liegt bei 3.400 Fällen.

Über 90 Prozent der Neuinfektionen in Deutschland werden auf sexuellem Weg übertragen. Etwa drei Viertel der HIV-Neuinfektionen in 2012 erfolgte nach Schätzungen bei Männern, die Sex mit Männern haben; rund 20 Prozent über heterosexuelle Kontakte. Nur noch fünf Prozent der Neuinfektionen gehen auf intravenösen Drogengebrauch zurück. Neuinfektionen durch Mutter-Kind-Übertragungen konnten in den vergangenen Jahren auf Einzelfälle reduziert werden.

Nach Schätzungen des RKI befanden sich Ende 2012 circa 50.000 der 78.000 Betroffenen unter antiretroviraler Behandlung. 550 Menschen starben 2012 an den Folgen von HIV und Aids.

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht im „Epidemiologischen Bulletin“ jährlich die Daten zu HIV und Aids in Deutschland – zu finden unter www.rki.de.

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