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HIV-Test Wenn der HIV-Test „positiv“ ist, was dann?

Auch wenn die HIV-Erkrankung nicht heilbar ist: Inzwischen gibt es zahlreiche antiretrovirale Medikamente, die gegen HIV eingesetzt werden. Und es gibt viele Erfahrungen, dass auch mit HIV ein gutes und erfülltes Leben möglich ist.

Das Bild der HIV-Erkrankung hat sich in den letzten Jahren verändert. Der medizinische Fortschritt ermöglicht es vielen HIV-Positiven (zumindest in den reichen Ländern), viele Jahre oder Jahrzehnte mit dem Virus zu leben. Aber nach wie vor erleben viele das positive HIV-Testergebnis als tiefen Einschnitt. Ängste kommen auf: Vor Krankheit und einem möglicherweise frühen Tod, Angst vor den Reaktionen von Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden, Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen.

Mit einem positiven Testergebnis und dem Leben mit HIV geht jeder Mensch anders um. Hilfreich kann Unterstützung des sozialen Umfelds, von anderen HIV-Positiven, vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin oder von Aidshilfe-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeitern sein. Letztere beraten auch zu allen Fragen rund um das Leben mit HIV, stellen den Kontakt zu Selbsthilfegruppen her und bieten oder vermitteln bei Bedarf professionelle Unterstützung.

Auch wenn die HIV-Erkrankung nicht heilbar ist: Inzwischen gibt es zahlreiche antiretrovirale Medikamente, die gegen HIV eingesetzt werden. Und es gibt viele Erfahrungen, dass auch mit HIV ein gutes und erfülltes Leben möglich ist. Die HIV-Erkrankung ist kein Grund zu resignieren und auf Zukunftspläne zu verzichten.

HIV-positiv zu sein heißt allerdings auch, für andere Menschen potenziell ansteckend zu sein, vor allem in der akuten Phase der Infektion und wenn man keine wirksame antiretrovirale Therapie macht. Schutz bieten Safer Sex und – bei intravenösem Drogengebrauch – Safer Use. Damit schützen HIV-Positive auch sich selbst vor Ansteckung mit weiteren HIV-Stämmen, welche die Behandlungsmöglichkeiten einschränken könnte. Zum anderen mindern sie so auch das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell oder durch Blut übertragbaren Infektionen wie Hepatitis, Syphilis und Tripper, die das Risiko einer HIV-Übertragung erhöhen und zudem ihr Immunsystem zusätzlich belasten und die Behandlung komplizierter machen.

Bitte denken Sie auch daran: HIV-Infizierte dürfen kein Blut oder Plasma, keine Organe und keinen Samen spenden. Spenderausweise müssen vernichtet werden.

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