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Zahlen und Fakten Maßnahmen gegen HIV und Aids

Zur Bewältigung der Herausforderungen durch die Ausbreitung von HIV und Aids werden in Deutschland und weltweit große Anstrengungen unternommen.

Die Prävention, also das Vermitteln von Wissen, Risikobewusstsein und richtigem Verhalten in Bezug auf das Virus und die Krankheit Aids, ist ein besonders wichtiger Schlüssel, um die Verbreitung von HIV/Aids einzudämmen. Diese und weitere Maßnahmen, wie Ansätze zur strukturellen und politischen Veränderung und medizinische Ansätze, werden national als auch international miteinander kombiniert und je nach epidemiologischer Situation und Rahmenbedingungen in den entsprechenden Ländern integriert eingesetzt.

International

UNAIDS ist das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV und AIDS und der wichtigste globale Fürsprecher für schnelle, umfassende und koordinierte weltweite Aktionen gegen die Epidemie. Die Aufgabe von UNAIDS ist es, ein gemeinsames Vorgehen gegen HIV und Aids zu unterstützen. UNAIDS definiert aktuell wesentliche Bausteine in der weltweiten Aidsbekämpfungstrategie für 2011 bis 2015: dies sind unter anderem Maßnahmen zur Verhaltensänderung, die Prävention durch Kondome, die intensivierte Ansprache von besonders riskierten Zielgruppen, die Verhinderung von Mutter-Kind-Transmissionen, die weitere Verbesserung von Zugangsmöglichkeiten zu Therapie und – in einigen Regionen – die freiwillige männliche Beschneidung. Auch der Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen, gegen Verfolgung und Gewalt gegenüber Minderheiten wie homosexuellen und transsexuellen Menschen, gegen Menschenrechtsverletzungen und Stigmatisierung HIV-Infizierter und Aids-Kranker spielt eine wesentliche Rolle, wenn die Ausbreitung von HIV/Aids weiter reduziert werden soll. Informationen zur internationalen Strategie finden Sie unter www.unaids.org.

Zur Intensivierung des weltweiten Kampfes gegen HIV und Aids wurde von den Vereinten Nationen 2001/2002 der "Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria" gegründet, der als Finanzierungsintrument gerade in den am meisten von HIV/Aids betroffenen Ländern die Prävention und Versorgung verbessern soll. Im Global Fund repräsentiert sich eine Partnerschaft von Regierungen, der Zivilgesellschaft, dem privaten Sektor und Betroffenengruppen.

National

In Deutschland gibt der "Aktionsplan zur Umsetzung der HIV-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung" die aktuelle Strategie vor. Der unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelte Aktionsplan setzt den Schwerpunkt auf die Verhinderung von HIV-Neuinfektionen und anderen sexuell übertragbaren Infektionen durch Präventionsangebote, die Sicherung beziehungsweise Optimierung des Beratungs- und Betreuungsangebots sowie die Verstärkung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit.

Die umfangreichen Erfahrungen der BZgA sind in diese Strategie eingeflossen, insbesondere mit der Kampagne GIB AIDS KEINE CHANCE und der international beispielhaften Arbeitsteilung mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH). In diesem Modell der engen Zusammenarbeit ist die BZgA zuständig für die bundesweite Kampagne zur HIV-Prävention GIB AIDS KEINE CHANCE und die Ansprache der gesamten Bevölkerung sowie zentraler Zielgruppen. Die Aktivitäten der Selbsthilfeorganisation DAH und ihrer Mitgliedsorganisationen richten sich in erster Linie an die hauptsächlich von HIV betroffenen und besonders gefährdeten Gruppen.

Dieser bereits früh in Deutschland eingeschlagene Weg der HIV-Prävention ist wissenschaftlich als besonders effektiv nachgewiesen: 2005 wurden in einer US-Studie verschiedene flächendeckende Präventionsansätze und ihre zu erwartendenen Effekte mit den aufgewendeten Mitteln verglichen. Das Ergebnis bestätigt, dass die Kombination von zielgrichteten Maßnahmen für gefährdete Gruppen mit reichweitenstarken Maßnahmen für die Allgemeinbevölkerung am wirksamsten ist.

Ebenfalls zur nationalen Strategie gehört die Erfassung epidemiologischer Daten durch das Robert Koch-Institut (RKI), auf deren Grundlage die präventiven Maßnahmen immer wieder den Entwicklungen des Infektionsgeschehens angepasst werden.

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