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Solidarität Hilfe für Betroffene in Notlagen

HIV und Aids sind noch immer Tabuthemen – Unterstützung für die Betroffenen ist ganz besonders dann erforderlich, wenn psychische Belastungen oder auch finanzielle Notlagen auftreten.

HIV und Aids als Stigma

Das Bild der HIV-Erkrankung hat sich in den letzten Jahren verändert. Der medizinische Fortschritt ermöglicht es vielen HIV-Positiven (zumindest in den reichen Ländern), viele Jahre oder Jahrzehnte mit dem Virus zu leben. Aber nach wie vor erleben viele das positive HIV-Testergebnis als tiefen Einschnitt. Ängste kommen auf: vor Krankheit und einem möglicherweise frühen Tod, Angst vor den Reaktionen von Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden, Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen.

Hilfreich kann dann Unterstützung des sozialen Umfelds, von anderen HIV-Positiven, vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin oder von Aidshilfe-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern sein. Letztere beraten auch zu allen Fragen rund um das Leben mit HIV, stellen den Kontakt zu Selbsthilfegruppen her und bieten oder vermitteln bei Bedarf professionelle Unterstützung.

Die regionalen Stellen der Aidshilfen finden Sie unter www.aidshilfe.de.

HIV-Infektion, Aids und Armut: ein Thema auch in Deutschland

Viele von HIV und Aids-betroffene Menschen sind im Vergleich mit anderen chronisch Kranken vergleichsweise jung. Durch die Infektion in jungen Jahren ergibt sich die besondere Problematik, dass die soziale Sicherung der Betroffenen, etwa durch Rentenansprüche oder Ersparnisse, nicht gewährleistet ist. Dies führt dazu, dass viele HIV-infizierte und aidskranke Menschen, die nicht mehr arbeiten können, auf Sozialhilfe angewiesen und daher akut von Armut bedroht sind. Die hohe Zahl der Anfragen bei der Deutschen AIDS- Stiftung weist auf die materiell schwierige Lage der Betroffenen hin. Nur ein geringer Anteil der begünstigten Antragsteller kann auf Lohn oder Gehalt zurückgreifen. Darunter befinden sich auch immer mehr HIV-positive und an Aids erkrankte Frauen.

Die Zahlen belegen, dass Frauen in Deutschland öfter in Not geraten als Männer. Einer der Gründe: Sie tragen meistens die Verantwortung für Kinder. Frauen sind häufiger als Männer auf Sozialhilfe angewiesen und beziehen seltener Rentenleistungen.

Noch problematischer ist die Lage für Migrantinnen und Migranten, die sich in steigender Zahl an die Stiftung wenden. Aufgrund der für sie fremden Umgebung in Deutschland und oft mangelnder Sprachkenntnisse erfahren sie eine noch größere Ausgrenzung als andere von der Immunschwächekrankheit betroffene Gruppen.

Die Deutsche AIDS-Stiftung bietet Betroffenen individuelle Hilfen in Notfällen an und will, so ist es in der Präambel ihrer Satzung verankert, "die Lebensbedingungen von HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen verbessern und ihr Selbstvertrauen stärken, so dass sie ein selbstverantwortliches, sinnerfülltes und sozial akzeptiertes Leben führen können." Weitere Informationen finden Sie unter www.aids-stiftung.de.

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