Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Spritzen, Analverkehr, Vaginalverkehr, Schwangerschaft
Oralverkehr, Mundverkehr
Küsse, Zungenküsse, Hautkontakt, Gemeinschaftsleben, Luft, Essen, Geschirr, Schwimmbad, Sauna, Toiletten, Arzt, Friseur, Maniküre, Tätowieren, Piercing, Insektenstiche
Beim Sex schützen Kondome vor Ansteckung. Wichtig: Verwenden Sie nur Qualitätskondome mit CE-Kennzeichnung und beachten Sie das Haltbarkeitsdatum. Und verwenden Sie, falls nötig, großzügig ein geeignetes Gleitmittel.
Latex-Kondome vertragen nur fettfreie Gleitmittel. Öle, Fette, Lotionen, Cremes oder Vaseline beschädigen das Kondom und können zum Zerreißen führen. Deshalb nur wasserlösliche Gleitmittel verwenden! Sie sind in Apotheken, Drogerien oder Sexshops erhältlich.
Risiko sehr groß. Die Verwendung derselben Nadel und Spritze durch mehrere Personen birgt eine sehr große Gefahr.
Rat: Unbedingt vermeiden. Nadeln und Spritzen nie gemeinsam benutzen. Spritzbestecke sterilisieren.
Risiko sehr groß. Bei ungeschütztem Analverkehr besteht für beide Partner ein Risiko. Für den passiven Partner ist es besonders hoch, gleich ob Mann oder Frau. Ein Risiko besteht auch ohne Samenerguss.
Rat: Kondome benutzen und genügend fettfreie Gleitmittel.
Risiko groß. Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Infizierten ist die Ansteckungsgefahr hoch.
Rat: Kondome benutzen.
Risiko für das Kind groß. Die infizierte werdende Mutter kann das Kind vor, während und nach der Geburt (beim Stillen) anstecken. Eine umfassende medizinische Betreuung kann das Risiko für das Kind jedoch sehr stark senken. Deshalb ist der HIV-Test im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge empfehlenswert.
Ein HIV-Test ist jeder Frau und ihrem Partner zu empfehlen, wenn sie ein Kind möchten und eine HIV-Infektion nicht auszuschließen ist.
Rat: Möglichst frühzeitige Beratung beim Arzt!
Risiko besteht. Durch Aufnahme von HIV-haltiger Samenflüssigkeit in den Mund ist eine Infektion möglich. Auch Scheidenflüssigkeit kann HIV enthalten.
Rat: Aufnahme von Samen- oder Scheidenflüssigkeit in den Mund vermeiden. Mundverkehr beim Mann nur mit Kondom.
Kein Risiko bei Küssen. Bei Zungenküssen ist ein Risiko theoretisch nicht auszuschließen, aber weltweit in keinem Fall als Übertragungsweg nachgewiesen.
Kein Risiko bei Haut- und Körperkontakten wie Händeschütteln, Streicheln, Schmusen.
Kein Risiko. Niemand kann sich anstecken, auch wenn er mit einem Infizierten in einer Familie oder Wohngemeinschaft eng zusammenlebt.
Kein Risiko. Auch durch Anhusten oder Niesen kann man nicht mit HIV infiziert werden.
Kein Risiko
Kein Risiko. Die gemeinsame Benutzung von Essgeschirr birgt keine Gefahr. Auch Kleidung oder Wäsche von Infizierten muss nicht gesondert gewaschen werden.
Kein Risiko. HIV kann bei der gemeinsamen Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen nicht übertragen werden.
Kein Risiko durch medizinische Maßnahmen bei Beachtung der üblichen Hygienevorschriften (d.h. Benutzung von Einwegmaterial oder sicher keimfrei gemachten Instrumenten).
Bei Gabe von Blut und Blutplasma besteht trotz sehr effektiver Sicherungsverfahren ein - äußerst niedriges - Restrisiko. Deswegen wird bei planbaren Operationen die Eigenblutspende empfohlen. Inaktivierte Blutprodukte sind bei ordnungsgemäßer Herstellung praktisch HIV-sicher.
Kein Risiko, wenn die bestehen- den Hygieneregeln eingehalten werden. Alle stechenden oder schneidenden Gegenstände, die mit Blut in Kontakt kommen können, immer nur einmal benutzen oder wirksam desinfizieren.
Rat: Piercen, Tätowieren oder Ohrlochstechen nur bei Fachkräften.
Kein Risiko
Wir beantworten Ihre Fragen zu HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten - telefonisch und online.
Wir laden Sie ein, ihr Wissen über HIV und sexuell übertragbare Infektionen zu checken. Mit Ihrer individuellen Auswertung können Sie sich besser einschätzen und ggf. Ihr Wissen ergänzen.