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HIV-Übertragung

Abbildung: HIV-Erreger

HIV ist der Erreger der Krankheit Aids. Im Vergleich mit anderen Krankheitserregern gilt er als schwerer übertragbar. Darum wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen, auch nicht beim Husten oder Niesen, nicht bei der Krankenpflege und nicht in Saunen und Schwimmbädern.

Jedoch kann HIV übertragen werden, wenn eine Körperflüssigkeit, die eine genügend große Menge HI-Viren enthält, in den Körper eines anderen Menschen gelangt. Als Körperflüssigkeiten sind für eine HIV-Ansteckung Samen- oder Scheidenflüssigkeit, Blut oder Blutspuren von Bedeutung.

Eine Übertragung von HIV ist vor allem in folgenden Situationen möglich:

Ungeschützter Geschlechtsverkehr

Dazu gehören

Während der Menstruation besteht durch das Menstruationsblut ein erhöhtes Risiko der HIV-Infektion.

Bei Oralverkehr besteht die Gefahr einer HIV-Übertragung vor allem dann, wenn der Samenerguss im Mund erfolgt oder wenn Scheidenflüssigkeit aufgenommen wird.

Über die Virusmenge im so genannten Lusttropfen kann man keine sicheren Angaben machen. Das Risiko einer HIV-Ansteckung dadurch allein (also ohne dass Sperma in den Körper gelangt) ist nach heutiger Kenntnis als äußerst gering einzustufen.

Gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken

Gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken (Nadeln, Kanülen, Spritzen) bei intravenösem Konsum von Drogen. Einzelheiten zu dieser Möglichkeit der HIV-Übertragung finden Sie auf den Webseiten der Deutschen Aidshilfe.

Schwangerschaft, Geburt und Stillen

Schwangerschaft, Geburt und Stillen können bei HIV-positiven Müttern zu einer Ansteckung des Kindes führen. Durch medizinische Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko jedoch sehr stark senken. Deshalb wird in der Schwangerschaftsvorsorge auch ein HIV-Test angeboten und empfohlen.

Medizinische Behandlung mit Blut und Blutprodukten

Bei Blutplasmaprodukten ist in Deutschland durch die Herstellung sichergestellt, dass sie kein HIV enthalten. Blutspenden werden in der Bundesrepublik durchweg sehr genau auf HIV überprüft, so daß hier nur ein äußerst geringes Restrisiko durch den Zeitraum zwischen einer eventuellen Ansteckung des Spenders und der Nachweisbarkeit von HIV-Antikörpern oder Virusbestandteilen besteht.

Statement der BZgA

Stellungnahme zur so genannten "HIV/Aids-Kritik"
Stellungnahme zur so genannten "HIV/Aids-Kritik"

Zur so genannten HIV/Aids-Kritik: Seit Anfang der 80er Jahre wird von manchen Menschen die Existenz von HIV und Aids bezweifelt. Sachlich kann diese Behauptung nicht begründet werden. Informationen zu diesem Mythos finden Sie in diesem Statement der Deutschen AIDS-Hilfe und der BZgA.



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