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HIV-Übertragung

Das Human Immune Deficiency Virus, kurz HIV, ist der Erreger der Krankheit Aids. Im Vergleich mit anderen Krankheitserregern gilt er als schwerer übertragbar.
Darum wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen, auch nicht beim Husten oder Niesen, nicht bei der Krankenpflege und nicht in Saunen und Schwimmbädern.

Fast 90% aller HIV-Infektionen werden beim Sex übertragen, weitere Übertragungswege sind der Spritzentausch beim intravenösen Drogenkonsum, die Ansteckung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft oder der Geburt und die Übertragung über Blut und Blutprodukte, was in Deutschland allerdings extrem selten vorkommt.

Damit es zu einer Ansteckung mit HIV kommen kann, müssen immer mehrere verschiedene Faktoren zusammenkommen.
Eine infektiöse Körperflüssigkeit, die eine ausreichend große Menge Viren enthält, muss ausreichend lange auf eine Eintrittspforte treffen, über die die Viren in den Körper eindringen können.

Eine HIV-Übertragung ist grundsätzlich auf zwei Wegen möglich:

  1. wenn eine infektiöse Körperflüssigkeit auf entsprechende Schleimhäute oder direkt in eine offene Wunde gerät oder
  2. wenn Schleimhäute, die HIV-aufnahmefähige und HIV-abgabefähige Zellen enthalten, aufeinandertreffen, zum Beispiel Vaginalschleimhaut und Innenseite der Vorhaut des Penis

Körperflüssigkeiten, die HIV enthalten können sind

  • Blut
  • Samenflüssigkeit
  • Scheidenflüssigkeit
  • Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut
  • Muttermilch

Eintrittspforten über die HIV in den Körper eindringen kann, sind

  • Schleimhäute, das heißt Darmschleimhaut, Vaginalschleimhaut und Schleimhaut der inneren Vorhaut des Penis
  • blutende Wunden und entzündete Hautflächen
HIV-Übertragung und Aids-Gefahr
HIV-Übertragung und Aids-Gefahr

Broschüre, PDF, 24 Seiten, deutsch



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