Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Studien haben gezeigt, dass das HIV-Infektionsrisiko heterosexueller beschnittener Männer um 60% niedriger liegt, als bei unbeschnittenen. Dies hängt damit zusammen, dass in der Vorhaut und am Vorhautbändchen Zellen sitzen, die HIV aufnehmen können.
Aus diesem Grund empfiehlt die WHO die Beschneidung für heterosexuelle Männer, die in Ländern leben, in welchen HIV sehr häufig vorkommt. Dies gilt beispielsweise für einige afrikanische Länder.
Die Beschneidung des Mannes hat keinerlei Auswirkungen auf das Infektionsrisiko der Frau.
Untersuchungen zur möglichen Senkung eines HIV-Infektionsrisikos durch eine Beschneidung bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben, liegen nicht vor. Experten gehen hier jedoch von einer sehr viel geringeren Schutzwirkung aus.
Nein, eine HIV-Infektion kann man niemandem ansehen. Gerade in den letzten Jahren gab es genügend Beispiele gut und gesund aussehender Sportler oder Musiker, bei denen sicher niemand eine HIV-Infektion vermutet hätte. Sich hier auf den Augenschein oder sein Gefühl zu verlassen, ist also keine kluge Strategie, wenn man verantwortlich mit seiner eigenen Gesundheit umgehen möchte.
Gerade junge Menschen verlassen sich häufig darauf, dass ein Partner oder eine Partnerin HIV-negativ ist, wenn er oder sie beim Sex kein Kondom "ins Spiel bringt". Hierzu sollte man wissen, dass ein großer Teil der HIV-Infektionen von Menschen weitergegeben wird, die selbst ganz frisch infiziert sind und die deshalb häufig selbst noch nichts von ihrer Infektion wissen. Gerade in dieser ersten Zeit der Infektion ist die Ansteckungsfähigkeit jedoch besonders hoch, weil die Viruslast, das heißt die Anzahl der Viren im Körper, sehr hoch ist.
Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass es die meisten Menschen sehr positiv bewerten, wenn der Partner oder die Partnerin sich traut, das Thema Kondome anzusprechen.
Safe sex (sicherer Sex) bedeutet, dass versucht wird, jedes Infektionsrisiko vollständig auszuschließen. Dies ist nur zu erreichen, indem man den Austausch jeglicher Körperflüssigkeiten beim Sex vermeidet.
Safer sex heißt sichererer Sex und bedeutet annähernd sicherer Sex. Hierbei wird das HIV-Infektionsrisiko durch konsequenten Kondomgebrauch und der Vermeidung der Aufnahme von Sperma beim Oralverkehr soweit verringert, dass eine Ansteckung äußerst unwahrscheinlich ist. Ein Restrisiko, beispielsweise durch ein geplatztes Kondom, bleibt jedoch bestehen.
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