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Andere Wege der HIV-Übertragung

Inhalt:

Pictogramm Spritzengebrauch

HIV-Übertragung beim intravenösen Drogenkonsum

Gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken (Nadeln, Kanülen, Spritzen) bei intravenösem Konsum von Drogen birgt ein besonders hohes Infektionsrisiko für HIV und Hepatits C. Nadeln und Spritzen sollten nie gemeinsam benutzt werden.

Einzelheiten zu dieser Möglichkeit der HIV-Übertragung sowie Empfehlungen des Safer Use finden Sie auf den Webseiten der Deutschen Aidshilfe.

Schwangerschaft, Geburt und Stillen

Schwangerschaft, Geburt und Stillen können bei HIV-positiven Müttern zu einer Ansteckung des Kindes führen. Die mögliche Übertragung von HIV von einer infizierten Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen kann heute durch medizinische Maßnahmen in über 98% der Fälle vermieden werden. Dies wird durch die Gabe einer HIV-Kombinationstherapie im letzten Schwangerschaftsdrittel, eine Geburt durch Kaiserschnitt, dem Verzicht aufs Stillen und eine zwei bis sechswöchige Behandlung des Babys mit einer HIV-Kombinationstherapie erreicht.

Pictogramm Schwangerschaft

Ohne diese medizinische Betreuung würden 20-40% aller Babys von HIV-infizierten Müttern ebenfalls HIV-infiziert zur Welt kommen. Um dies wirksam verhindern zu können, , muss die HIV-Infektion der Mutter dem Arzt jedoch rechtzeitig bekannt sein. Ein HIV-Test wird deshalb seit Dezember 2007 im Rahmen der Schwangeren-Vorsorgeuntersuchung angeboten und kann von jeder Frau in Anspruch genommen werden. Sprechen Sie in jedem Fall Ihren Arzt auch von sich aus darauf an.

Medizinische Behandlung mit Blut und Blutprodukten

Bei Blutplasmaprodukten ist in Deutschland durch die Herstellung sichergestellt, dass sie kein HIV enthalten. Blutspenden werden in der Bundesrepublik durchweg sehr genau auf eine ganze Reihe von Erkrankungen hin, beispielsweise auf Hepatitis B und C, Syphilis und auf HIV überprüft, so dass hier nur ein äußerst geringes Restrisiko durch den Zeitraum zwischen einer eventuellen Ansteckung des Spenders und der Nachweisbarkeit von HIV-Antikörpern oder Virusbestandteilen besteht.
Für eine medizinische Behandlung mit Blut oder Blutprodukten auf Reisen sollten Patienten nach Möglichkeit einen Behandlungsort mit so hohen Sicherheitsstandards wie Deutschland wählen.

Vor Operationen

Für planbare Behandlungen kann bis zu vier Wochen im voraus eine Eigenblutspende verwahrt werden.

HIV-Übertragung und Aids-Gefahr
HIV-Übertragung und Aids-Gefahr

Broschüre, PDF, 24 Seiten, deutsch



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