Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Trotz aller Sorgfalt und guten Vorsätze - manchmal kann beim Schutz doch etwas schief gehen. Und man befürchtet eine Ansteckung oder eine unerwünschte Schwangerschaft. Bei einer Panne mit dem Kondom brauchen Sie jedoch nicht in Panik zu geraten. Denn Sie können einiges tun.
Eine unerwünschte Schwangerschaft können Sie mit der "Pille danach" verhindern, und gegen eine HIV-Infektion sind Sofortmaßnahmen sowie ggf. sogar eine vorsorgliche Medikamentenbehandlung (PEP: Medizinische Notfall-Behandlung gegen HIV) möglich.
Als Notmaßnahme zur Verhütung einer Schwangerschaft können Sie innerhalb von maximal 72 Stunden die "Pille danach" einnehmen. Die Einnahme sollte vorzugsweise innerhalb von 12 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen, da die Sicherheit zunehmend nachlässt. Gehen Sie deshalb möglichst schnell zu einem Frauenarzt, einer Beratungsstelle (z.B. der pro familia oder Arbeiterwohlfahrt, sofern dort eine Ärztin beschäftigt ist) oder - speziell am Wochenende - zu den Notdiensten oder einem Krankenhaus mit gynäkologischer Abteilung/Ambulanz. Ferner besteht bis zu fünf Tage nach der Verhütungspanne ggf. die Möglichkeit, auch mit der "Spirale danach" eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.
Besteht zum Beispiel durch ein gerissenes oder abgerutschtes Kondom die Gefahr einer Ansteckung mit HIV, können Sie bzw. Ihre Partnerin oder Ihr Partner Folgendes tun:
Wenn Sie mit einem HIV-positiven Partner zusammenleben, sollten Sie sich über zusätzliche Möglichkeiten beraten lassen, das Risiko im Fall des Falles zu verringern.
Wir beantworten Ihre Fragen zu HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Infektionen - telefonisch und online.
Informationen über Safer Sex zum Schutz vor HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (Broschüre als PDF, 49 Seiten).