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Wenn das Kondom versagt: das können Sie tun!

Schutz und Sicherheit  nicht nur beim Sex!

Trotz aller Sorgfalt und guten Vorsätze - manchmal kann beim Schutz doch etwas schief gehen. Und man befürchtet eine Ansteckung oder eine unerwünschte Schwangerschaft. Bei einer Panne mit dem Kondom brauchen Sie jedoch nicht in Panik zu geraten. Denn Sie können einiges tun.

Eine unerwünschte Schwangerschaft können Sie mit der "Pille danach" verhindern, und gegen eine HIV-Infektion sind Sofortmaßnahmen sowie ggf. sogar eine vorsorgliche Medikamentenbehandlung (PEP: Medizinische Notfall-Behandlung gegen HIV) möglich.

Als Notmaßnahme zur Verhütung einer Schwangerschaft können Sie innerhalb von maximal 72 Stunden die "Pille danach" einnehmen. Die Einnahme sollte vorzugsweise innerhalb von 12 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen, da die Sicherheit zunehmend nachlässt. Gehen Sie deshalb möglichst schnell zu einem Frauenarzt, einer Beratungsstelle (z.B. der pro familia oder Arbeiterwohlfahrt, sofern dort eine Ärztin beschäftigt ist) oder - speziell am Wochenende - zu den Notdiensten oder einem Krankenhaus mit gynäkologischer Abteilung/Ambulanz. Ferner besteht bis zu fünf Tage nach der Verhütungspanne ggf. die Möglichkeit, auch mit der "Spirale danach" eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Besteht zum Beispiel durch ein gerissenes oder abgerutschtes Kondom die Gefahr einer Ansteckung mit HIV, können Sie bzw. Ihre Partnerin oder Ihr Partner Folgendes tun:

  • Bei oralem Sex Sperma sofort ausspucken, den Mund ausspülen und Mund und Rachen mit möglichst hochprozentigem Alkohol nachspülen.
  • Bei Aufnahme von Sperma in die Scheide oder in den Enddarm kann äußerliches Abbrausen zur Risikominderung beitragen. Durch Pressen bzw. Stuhlgang können Sie versuchen, aufgenommenes Sperma teilweise aus der Scheide bzw. dem Enddarm zu entfernen. Nehmen Sie keine inneren Spülungen von Scheide oder Enddarm vor, da dabei die Infektionsgefahr durch mögliche Verletzungen und tieferes Hineinspülen der Krankheitserreger eher erhöht als verringert wird.
  • Nach aktivem Scheiden- oder Darmverkehr kann der Mann die Infektionsgefahr durch Urinieren und Abbrausen des Gliedes vermindern. Dabei die Vorhaut zurückziehen.

Wenn Sie mit einem HIV-positiven Partner zusammenleben, sollten Sie sich über zusätzliche Möglichkeiten beraten lassen, das Risiko im Fall des Falles zu verringern.



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