Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Es gibt in Deutschland viele Gruppen von Menschen, die geringere Gesundheitschancen haben als andere. Das heißt, das sie häufiger oder schlimmer krank sind, weniger medizinische Versorgung erhalten und durch Prävention schlechter zu erreichen sind als andere Menschen. Der Migrationshintergrund kann neben Einkommen, Bildung, Erwerbstatus und Armut auch ein Faktor sein, der zu schlechteren Gesundheitschancen führen kann.
Die Unterschiede in den Gesundheitschancen lassen sich auch bei HIV und Aids beobachten. Etwa jeder sechste Mensch in Deutschland, der mit HIV und Aids lebt, hat einen Migrationshintergrund. Häufig stammen diese Menschen aus solchen Gebieten der Welt, die besonders von Aids betroffen sind, also zum Beispiel Regionen in Afrika oder manchen Regionen Osteuropas.
Auch bei der Erkrankung mit dem Vollbild Aids sind Migrantinnen und Migranten häufiger betroffen. Die Tatsache, dass bei ihnen die HIV-Infektion oft erst spät festgestellt und auch erst spät behandelt wird, spielt hierbei eine wichtige Rolle und hängt mit unterschiedlichsten Hürden zusammen.
Um Aufklärung, Vorbeugung und Behandlung von HIV bei Menschen mit Migrationshintergrund noch wirksamer zu machen, bemühen sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und andere Organisationen gemeinsam um die Unterstützung von Selbsthilfe und die verstärkte Entwicklung kultursensibler Beratungsangebote. Dazu gehören auch die Vermittlung fremdsprachiger Telefonberatungen und die Entwicklung geeigneter Medien für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie fremdsprachige und bilinguale Medien für Endverbraucherinnen und Endverbraucher.

Hier finden Sie Telefonberatungsangebote in Fremdsprachen.
Kopiervorlagen in 29 Sprachen sowie Text- und Bildtafeln mit Basisinformationen und andere Angebote für die Präventionsarbeit mit Migrantinnen und Migranten.
Basisinformationen für Menschen mit Migrationshintergrund und andere Angebote für die Präventionsarbeit mit Migrantinnen und Migranten.
Der regelmäßig erscheinende "Infodienst Migration" der BZgA liefert Informationen über aktuelle Entwicklungen im Bereich Migration und Gesundheit.
Im FORUM Sexualaufklärung wird oft das Thema Migration im Kontext gesundheitlicher Aufklärung behandelt. Die bisher veröffentlichen Ausgaben können kostenlos bei der BZgA bestellt und angesehen werden.