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Migration und Gesundheit

weltkugel haende

Migration und mögliche Konsequenzen für die Gesundheit

Mit der Bezeichnung "Menschen mit Migrationshintergrund" sind Menschen gemeint, die selber oder ihre Eltern (oder Großeltern) ihr eigenes Land verlassen haben und nun in Deutschland leben.

Aus dieser Definition wird schon deutlich, dass Migrantinnen und Migranten keine einheitliche Gruppe, sondern sehr verschiedene Menschen sind: Frauen, Männer und Kinder verschiedenen Alters, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und in unterschiedlichen Lebenssituationen. Manche von ihnen leben schon in der dritten Generation in Deutschland, manchen ist alles noch neu und fremd. So unterschiedlich sie auch sind: fast alle kennen es, sich in andersartigen Strukturen zurechtfinden und anpassen zu müssen.

Menschen mit Migrationshintergrund sind nicht grundsätzlich "kränker" als Deutsche. Vielmehr verfügen sie über große gesundheitsförderliche Ressourcen. So sind es beispielsweise meist die besonders gesunden und aktiven Menschen, die das Wagnis einer Migration auf sich nehmen. Gleichzeitig ist aber offensichtlich, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen wie auch die politischen Rahmenbedingungen im Aufnahmeland sich unter Umständen negativ auf die Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund auswirken können. Sie können zu einer besonderen Vulnerabilität führen, dass heißt Verletzbarkeit, für Krankheiten an Körper und Seele.

Zu dieser möglichen Vulnerabilität kommen Hürden auf Seiten des Gesundheitssystems hinzu, die zu Einschränkungen bei der Behandlung und Prävention für bestimmte Migrantengruppen führen.

Nach VIA ist der Zugang zu den üblichen Leistungen des Gesundheitswesens besonders schwer für:

  • Migrantinnen und Migranten, deren soziokultureller und sprachlicher Hintergrund sich deutlich von der deutschen Kultur unterscheidet
  • Migrantinnen und Migranten ohne Aufenthaltsrecht oder mit ungeregeltem oder eingeschränktem Aufenthaltsstatus einschließlich Minderjähriger, die sich alleine in Deutschland aufhalten.
  • Migrantinnen und Migranten, die wegen dunkler Hautfarbe oder ihres soziokulturellen Hintergrundes von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit besonders betroffen sind.

Dennoch gilt - Menschen mit Migrationshintergrund sind eine extrem heterogene Gruppe und sollen als solche bei der Entwicklung von gesundheitsrelevanten Angeboten berücksichtigt werden. Zwischen den verschiedenen Herkunftsgruppen mit Migrationshintergrund oder sogar innerhalb einer Herkunftsgruppe sind deutliche gesundheitliche Unterschiede zu verzeichnen.



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