Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Mit "sexueller Orientierung" ist gemeint, zu welchem Geschlecht sich jemand mit seinen oder ihren Wünschen, Fantasien und im konkreten Begehren hingezogen fühlt. Verschiedene Menschen haben verschiedene sexuelle Orientierungen. Das ist ganz normal. Wichtig ist dabei: Kein Mensch kann sich seine Orientierung selbst aussuchen.
Grob eingeteilt kennen wir drei Grundorientierungen:
Heterosexualität: Das bedeutet, dass sich jemand von einer Person des anderen Geschlechts angezogen fühlt. Für die meisten Menschen erscheint dies als "normal", weil es besonders häufig ist und weil sie es so gewohnt sind.
Homosexualität: Jemand fühlt sich von einer Person des eigenen Geschlechts angezogen. Bei Männern hat sich der Ausdruck "schwul sein" durchgesetzt, bei Frauen der Begriff "lesbisch sein". Beide Begriffe wurden früher abwertend als Schimpfwort gebraucht. Sie haben sich heute im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt, um männliche bzw. weibliche Homosexualität zu kennzeichnen.
Bisexualität: Gemeint ist damit, dass sich jemand gleichermaßen von Personen beiderlei Geschlechts angezogen fühlt. Oft ist kurz von "bi" die Rede.
Gefühle und Bedürfnisse klären sich beim Heranwachsen manchmal nur langsam. Gerade in dieser Phase können viele Fragen auftauchen, zum Beispiel:
Gerade Jugendliche (aber auch viele Erwachsene) stellen sich solche Fragen. Auch Eltern fragen sich oft ganz Ähnliches: Ist oder wird mein Sohn oder meine Tochter homosexuell? Was bedeutet das? Liegt es an mir oder uns? Wie können wir darüber ins Gespräch kommen - in der Familie oder mit anderen? Wo bekomme ich mehr Informationen, wo gibt es vielleicht Gesprächskreise oder Informationen für Eltern?
Antworten gibt es in der kostenlos erhältlichen Broschüre "Heterosexuell? Homosexuell?" (siehe unten) der BZgA für Jugendliche, Eltern und andere Erwachsene. Sie informiert über den Prozess der sexuellen Identitätsbildung und Orientierung von Kindern und Jugendlichen (das "Coming Out") und unterstützt Erwachsene, dies zu verstehen, zu akzeptieren und zu unterstützen. Einige Themen der Broschüre sind in den folgenden Abschnitten dargestellt.
Heterosexualität: Das bedeutet, dass sich jemand von einer Person des anderen Geschlechts angezogen fühlt. Für die meisten Menschen erscheint nur dies als "normal", weil es besonders häufig ist und weil sie es so gewohnt sind.
Homosexualität: Jemand fühlt sich von einer Person des eigenen Geschlechts angezogen. Bei Männern hat sich der Ausdruck "schwul sein" durchgesetzt, bei Frauen der Begriff "lesbisch sein". Beide Begriffe wurden früher abwertend als Schimpfwort gebraucht. Sie haben sich aber heute im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt, um männliche bzw. weibliche Homosexualität zu kennzeichnen.