Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Zur Bewältigung der Herausforderungen durch die Ausbreitung von HIV und Aids werden in Deutschland, im europäischen Rahmen und weltweit große Anstrengungen unternommen. Dazu gehören als Basis auch sorgfältige statistische Untersuchungen, z.B. bezüglich der Entwicklung der Infektions-Zahlen, aber auch darüber, wie sich Wissen, Einstellungen und Verhalten in der Bevölkerung und wichtigen Gruppen entwickeln.
Die deutsche Präventionskampagne "Gib Aids Keine Chance" mit ihrem umfangreichen Medien- und Maßnahmen-Angebot sowie die Arbeit der Partner wie Deutsche AIDS-Hilfe beruhen neben wissenschaftlich unterfütterten konzeptuellen und inhaltlichen Überlegungen auch auf solchen Zahlen, Daten und Fakten.
Die wichtigsten Quellen solcher Daten sind folgende:
Die epidemiologische Situation und Entwicklung von HIV/Aids sowie anderen sexuell übertragbare Infektionen für Deutschland wird seit Beginn der 80er Jahre regelmäßig vom Robert Koch-Institut in Berlin, analysiert und öffentlich dokumentiert.
Die Entwicklung von "Aids im öffentlichen Bewusstsein" (Wissen, Einstellungen und verhalten in der Bevölkerung in Deutschland) wird seit 1987 in der gleichnamigen jährlichen Repräsentativ-Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln erhoben, analysiert und veröffentlicht.
Die BZgA veröffentlicht regelmäßig Pressemitteilungen zum Thema Aidsprävention.
Zusätzlich wird ab 2008 in unregelmäßigen Abständen ein Newsletter "Gib Aids keine Chance - aktuell" herausgegeben.
Die epidemiologische Entwicklung in Europa einschließlich der vor allem in Osteuropa und Mittelasien sehr schnell steigenden HIV- und Aids-Zahlen werden von "Euro-HIV" zentral verfolgt, aufbereitet und veröffentlicht.
Europa reagiert auch auf Regierungsebene
Die "Dublin Deklaration" (Download englisches Original, Download deutsche Übersetzung) stellt eine hochrangige Selbstverpflichtung der an der EU-Ministertagung im Februar 2004 beteiligten Länder dar, die einen Orientierungsrahmen für zukünftige Aktivitäten in diesen Ländern setzt.
Die epidemiologische Situation und Entwicklung von HIV/Aids in der ganzen Welt (sowie Informationen über weltweite Anstrengungen im Kampf gegen Aids) finden sich in den Jahresberichten von UNAIDS in englischer Sprache. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten zu ihrem Aufgabengebiet. Zur Intensivierung des weltweiten Kampfes gegen HIV und Aids wurde von den Vereinten Nationen 2001/2002 der "Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria" gegründet, der als Finanzierungsintrument gerade in den am meisten von HIV/Aids betroffenen Ländern die Prävention und Versorgung verbessern soll. Im Global Fund repräsentiert sich eine Partnerschaft von Regierungen, der Zivilgesellschaft, dem privaten Sektor und Betroffenengruppen.
Broschüre, PDF, 58 Seiten.
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Das Robert-Koch-Institut stellt im "Epidemiologischen Bulletin" regelmäßig umfangreiche Fachinformationen und Statistiken zur Situation in Deutschland zur Verfügung.