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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung


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Aids - ein Rückblick

Am 5. Juni 1981 erschien erstmalig ein Bericht über das Krankheitsbild AIDS in einem amerikanischen Magazin. 2006 jährte sich dieses Ereignis zum 25. Mal - ein Grund für einen kurzen Rückblick.

Chronik

1981: Der "Morbidity and Mortality Weekly Report" des Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta, USA, berichtet erstmalig über das Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS). Die heutige Forschung zeigt, dass HIV/Aids bereits seit vielen Jahren unerkannt in kleinem Umfang verbreitet war.

1982: Das Robert-Koch-Institut in Deutschland beginnt, ein Aids-Register zu führen.

1983: Der französische Virologe Luc Montagnier und sein amerikanischer Kollege Robert Charles Gallo entdecken das HI-Virus.
Die Deutsche AIDS-Hilfe wird als Dachverband lokaler AIDS-Hilfegruppen gegründet.

1984: Der erste HIV-Antikörpertest wird vorgestellt.

Schriftzug "AIDS" - Ausschnitt aus Broschürencover

1985: Die erste Informationsbroschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema Aids erscheint. Sie wird in einer Postwurfsendung an alle bundesdeutschen Haushalte geschickt.
In Atlanta/USA findet die erste internationale Aids-Konferenz statt.
In Deutschland wird der Test aller Blutprodukte auf HIV Pflicht.

1987: Das "Sofortprogramm der Bundesregierung zur Bekämpfung von Aids" und die Kampagne "Gib Aids keine Chance" der BZgA starten.
Die Aids-Telefonberatung der BZgA beginnt ihre Arbeit.
Die Deutsche AIDS-Stiftung "Positiv leben", die Nationale Aids Stiftung und der Nationale Aids-Beirat der Bundesregierung werden ins Leben gerufen.

1988: Der erste Welt-Aids-Tag wird von den Vereinten Nationen ausgerufen.

1991: Die "Rote Schleife" wird zum ersten Mal als Zeichen für Solidarität mit HIV-Betroffenen getragen.

1993: Die ersten mach's mit-Großplakate der BZgA mit Kondomwerbung erregen Aufmerksamkeit. Die Plakatflächen stellt der Fachverband Außenwerbung kostenlos zur Verfügung.

1996: Die Deutsche AIDS-Stiftung und die Nationale AIDS-Stiftung schließen sich zur Deutschen AIDS-Stiftung zusammen.
Die antiretrovirale Kombinationstherapie löst auf dem Welt-Aids-Kongress in Vancouver große Euphorie aus.

1998: Massive Nebenwirkungen und Resistenzbildungen bei den neuen HIV-Therapien werden bekannt.

2000: Die BZgA organisiert das erste Treffen der "European Public Aids Communication". Teilnehmer sind die Verantwortlichen für die nationale Aids-Prävention in west-, mittel- und osteuropäischen Ländern.

2001: Fachleute registrieren in Deutschland - wie zuvor schon in anderen Industrieländern - eine Zunahme neuer HIV-Diagnosen.

2005: Der dramatische Anstieg der HIV-Zahlen in Osteuropa und in Asien, verstärkte Migration und Mobilität lassen Konsequenzen für die HIV-Entwicklung in Deutschland und ganz Europa deutlich werden.
Die Bundesregierung verabschiedet ihre HIV/Aids-Bekämpfungsstrategie, bei deren sieben Handlungsfeldern die Prävention eine herausragende Rolle spielt.

2006: Die BZgA startet eine neue Kommunikationsoffensive, die durch die finanzielle Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen wesentlich verstärkt werden kann.

2007 Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft versammeln sich in Bremen zur Ministerkonferenz hochrangige Regierungs-Delegationen und verabschieden die "Bremen Declaration", die der Aids-Prävention einen hohen Stellenwert gibt. Die Bundesregierung konkretisiert mit ihrem "Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/Aids-Bekämpfungsstrategie" die in den nächsten Jahren notwendigen und geplanten Schritte und Projekte zur umfassenden Aidsbekämpfung.
Die neue Schwerpunktaktion der BZgA anlässlich des Welt-Aids-Tags "Gemeinsam gegen Aids" aktiviert über das Internetportal www.weltaidstag.de Tausende von Botschafterinnen und Botschaftern und unterstützt Hunderte Aktionen vor Ort. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten unterstützen die auf mehrere Jahre angelegte Aktion.

Fakten und Chronik der BZgA-Aidsprävention

Aids - Rückblick und Stand der Dinge
Aids - Rückblick und Stand der Dinge

Das pdf-Dokument der BZgA liefert Daten und Fakten zur Aidsprävention in Deutschland.

1985: "An alle Haushaltungen"
1985: "An alle Haushaltungen"

Im November 1985 verschickt die BZgA eine Postwurfsendung der Bundesregierung an alle 27 Millionen Haushaltungen. Titelbild als PDF-Feindaten.

1985-1987: "Aids-Informationen Nr. 1 bis 6"
1985-1987: "Aids-Informationen Nr. 1 bis 6"

Erste Broschürenreihe mit Basisinformationen zu Aids/HIV für die Allgemeinbevölkerung sowie für spezielle Zielgruppen. Alle Titel aufgefächert als PDF-Feindaten.

1987: Fernsehspot "Supermarkt"
1987: Fernsehspot "Supermarkt"

Die TV-Spots der BZgA starten 1987 mit einer viel beachteten Serie mit 10 Spots. Danach folgen bis einschließlich 2006 etwa 80 weitere Spots. Besonders der 1990 gedrehte "Supermarktspot" mit Ingolf Lück und Hella von Sinnen wird zum "Klassiker" ("Tina, wat kosten die Kondome?"). Szenenbild als JPG.

1988 - 1990: "Aids-Information Nr. 1 bis 8"
1988 - 1990: "Aids-Information Nr. 1 bis 8"

Erweiterte Broschürenreihe mit Basisinformationen über HIV und Aids für die Allgemeinbevölkerung sowie spezielle Ziel- und Berufsgruppen. Titelbild als PDF-Feindaten.

1990: "...NANU?"
1990: "...NANU?"

Basisbroschüre zur Sexual- und Aids-Aufkärung Jugendlicher anhand einer Fotogeschichte und eingestreuten Sachinformationen. Titelbild als PDF-Feindaten.

1993: "Rolfi geht auf's Ganze"
1993: "Rolfi geht auf's Ganze"

Leporello mit einer humorvollen Bildergeschichte zur Kondombenutzung. Titelbild als PDF-Feindaten.

1993: "Safer Sex ... sicher"
1993: "Safer Sex ... sicher"

Die Broschüre im "Hemdtaschenformat" mit Informationen über Safer Sex zum Schutz vor einer HIV-Infektion und Aids sowie anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Im Jahr 2000 wurde dieses Medium in einer internationalen Untersuchung von insgesamt 70 Broschüren zum Thema "Kondome und Safer Sex" als diejenige Broschüre bewertet, die am besten und umfassendsten die in wissenschaftlichen Untersuchungen gefundenen "Prädikatoren" (Vorhersagefaktoren) der Nutzung von Kondomen aufgreift und kommuniziert. "Safer Sex ... sicher" wurde mehrmals überarbeitet und ist auch heute eine aktuelle, stark nachgefragte Basisinformation. Titelbild der ersten Auflage als PDF-Feindaten.

Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung
Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung

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