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Kampagnen GIB AIDS KEINE CHANCE

Einer der größten Schwerpunkte in der Arbeit der BZgA ist seit 1987 die Präventionskampagne zu HIV und Aids. Ihr Logo GIB AIDS KEINE CHANCE gehört zu den bekanntesten "Markenzeichen" in Deutschland überhaupt.

Bereits 1985 veröffentlichte die BZgA die ersten Informationsmaterialien zu HIV/Aids: Damals erhielten sämtliche 27 Millionen Haushalte in Deutschland die Broschüre „Was Sie über AIDS wissen sollten“, die erstmals die bekannten Fakten zu HIV und Aids zusammenfasste.

1987 erhielt die BZgA vom Bundesministerium für Gesundheit den Auftrag, eine nationale Kampagne zur Aidsprävention zu konzipieren und umzusetzen. Dies war die Geburtsstunde der Kampagne GIB AIDS KEINE CHANCE.

25 Jahre GIB AIDS KEINE CHANCE

GIB AIDS KEINE CHANCE ist seitdem die größte und umfassendste Kampagne zur gesundheitlichen Aufklärung in Deutschland. Ihr Logo gehört zu den bekanntesten „Markenzeichen“ in Deutschland überhaupt.

Das Erfolgsrezept der Kampagne ist die Ansprache der gesamten Bevölkerung bei gleichzeitiger vertiefender Ansprache von spezifischen Zielgruppen auf jeweils unterschiedliche Weise. Deswegen ist – ähnlich wie bei einem Eisberg – für die breite Öffentlichkeit der volle Umfang des Kommunikationsmixes zumeist nicht sichtbar.

Seit 1987 kombiniert GIB AIDS KEINE CHANCE massenmediale, reichweitenstarke Maßnahmen wie Plakate, Anzeigen, verschiedene Onlineangebote, Postkarten, TV- und Kinospots mit direkten, persönlichen Kommunikationsangeboten – wie etwa die Online- und Telefonberatung, Aktionen in und mit Schulen oder mobile Ausstellungen – zu einem effektiven, komplexen Präventionssystem. Die Kampagne ist modellhaft für eine erfolgreiche, öffentlichkeitswirksame Präventionsstrategie und international zum Vorbild geworden.

Kampagnenziele von GIB AIDS KEINE CHANCE

Die Kampagne GIB AIDS KEINE CHANCE leistet seit ihrem Start einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Hauptziele der Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung.

Wichtigstes Ziel ist dabei, möglichst viele Neuinfektionen mit HIV, dem Auslöser von Aids, zu verhindern.

Um dieses Hauptziel zu erreichen, verfolgt GIB AIDS KEINE CHANCE folgende Teilziele:

  • die Vermittlung eines hohen Wissensstandes in der Bevölkerung über Ansteckungsrisiken, Nichtrisiken und Schutzmöglichkeiten,
  • die Motivation zur Kondombenutzung in Risikosituationen,
  • die Schaffung und Unterstützung eines gesellschaftlichen Klimas gegen Ausgrenzung und Diskriminierung Betroffener.

Da andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) die HIV-Übertragung erleichtern und die HIV-Therapie beeinflussen können, wurde die Kampagne in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Prävention von anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) ausgeweitet. Ein weiterer Grund für die inhaltliche Erweiterung besteht in der Tatsache, dass unbehandelte STI zum Teil gravierende gesundheitliche Spätfolgen für die Betroffenen nach sich ziehen können.

Ein Großteil der Bevölkerung ist bislang nur gering zu STI informiert – das zeigt uns die jährlich stattfindende Repräsentativuntersuchung der BZgA „Aids im öffentlichen Bewusstsein“. Gleichzeitig besteht in der Bevölkerung ein großes subjektiv wahrgenommenes Informationsbedürfnis zu diesem Thema, dem die BZgA mit der Entwicklung neuer Informationsangebote zu STI nachkommt.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen

Die Studie „Aids im öffentlichen Bewusstsein“ untersucht jährlich Wissen, Einstellungen und Verhalten bezüglich HIV und Aids in der Bevölkerung.

Informationen zur Studie „Aids im öffentlichen Bewusstsein“

Dokumentation "Gib Aids keine Chance"

Dokumentation der BZgA-Aidspräventionskampagne

Weitere Informationen