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Beratung Häufige Fragen

Es gibt sehr viele verschiedene Fragen rund um Safer Sex, sexuell übertragbare Infektionen, Risikosituationen, Schutzmöglichkeiten, Test und Behandlungsmöglichkeiten… Und es gibt einige Fragen, die besonders häufig gestellt werden. Wir haben solche Fragen und Antworten hier für Sie zusammengestellt.

HIV-Übertragung

Wie groß die Ansteckungsgefahr - auch mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen - genau ist, hängt von vielen Aspekten ab. Deshalb sollten Sie sich auf jeden Fall persönlich bei unserer anonymen Telefonberatung oder Online-Beratung, einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder in einer Aids-Beratungsstelle beraten lassen, auch über die Möglichkeit eines HIV-Tests. Es ist wichtig, Ihre Partnerin zu schützen, bis Sie die Sachlage klären konnten.

Informationen zu Übertragungswegen von HIV
Informationen zu Übertragungswegen von anderen sexuell übertragbaren Infektionen

Grundsätzlich kann eine HIV-Infektion auch bei einem einzigen ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem HIV-infizierten Partner zustande kommen. Wie groß das Risiko war und ob Sie sich tatsächlich infiziert haben, kann jedoch nur durch einen HIV-Test festgestellt werden. Lassen Sie sich hierüber bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder einer Aids-Beratungsstelle beraten.

Informationen zu Übertragungswegen von HIV
Informationen zum HIV-Test

Zwar hat die Verbreitung von HIV in der Bevölkerung einiger afrikanischer Länder hohe Zahlen erreicht, jedoch geht damit nicht automatisch ein hohes Ansteckungsrisiko durch Unzulänglichkeiten der medizinischen Versorgung einher. Meist finden Sie im Urlaubsland eine vergleichbar gute medizinische Versorgung wie zu Hause. Wenn Sie sich dessen nicht sicher sind, achten Sie zum Beispiel auf die Verwendung von Einwegnadeln und -spritzen, vergewissern Sie sich, dass verwendete Instrumente sterilisiert sind. Nicht in jedem Urlaubsland werden Blutkonserven und -produkte auf HIV und Hepatitis-Viren getestet. Akzeptieren Sie eine Bluttransfusion nur dann, wenn sie lebensrettend ist. Eine Versicherung, die im Notfall einen Rücktransport ins Heimatland ermöglicht, kann sehr hilfreich sein.
Außerdem haben viele europäische Reiseunternehmer Kontakte zu ausgewählten Ärzten mit hohem Standard.

Informationen zur Verbreitung von HIV und Aids

HIV-Test

Ob Sie ein Ansteckungsrisiko hatten, kann am besten in einem Gespräch geklärt werden. Ob Sie sich tatsächlich infiziert haben, kann letztlich nur durch einen HIV-Test festgestellt werden. Nach einer Ansteckung mit HIV bildet der Körper im Blut sogenannte Antikörper. Diese Antikörper können oftmals schon nach drei bis sechs Wochen, in der Regel spätestens nach drei Monaten, zuverlässig nachgewiesen werden. Wollen Sie nach einem Risikokontakt ausschließen, dass Sie sich mit HIV infiziert haben, sollten Sie daher - je nach Testverfahren - zwischen sechs Wochen und drei Monaten bis zu einem Test warten. Lassen Sie sich hierüber bei unserer anonymen Telefonberatung oder Online-Beratung, bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder einer Aids-Beratungsstelle beraten.

Informationen zum HIV-Test

Bei Einhaltung der Wartefrist von 12 Wochen nach einer eventuellen Infektion ist ein fälschlich negatives Testergebnis sehr unwahrscheinlich.

Informationen zum HIV-Test

Sie können bei einer Beratungsstelle oder im Gesundheitsamt einen anonymen HIV-Test durchführen lassen. Dann wird ihr Befund niemandem außer Ihnen
persönlich bekannt und auch in keiner Patientenakte eingetragen.

Informationen zum HIV-Test

Kondome

In welcher Richtung das Kondom abgerollt wird, kann man bei genauem Hinsehen an der außen liegenden Rolle erkennen. Um dies auch ohne Licht fühlen zu können, empfiehlt es sich, vorher bei Beleuchtung ein paar Mal zu üben. Eine vollständige Gebrauchanweisung für Kondome finden Sie hier:

Informationen zur Anwendung von Kondomen

Die Qualität der in Deutschland verkauften Kondome (CE-Zeichen) ist sehr hoch. Dies wird durch unabhängige Waren-Tests immer wieder bestätigt. Deswegen gehören Kondome zu den sicheren Verhütungs- und Schutzmitteln. Die meisten Pannen mit Kondomen passieren durch falschen Gebrauch. Bei korrekter Benutzung von Kondomen (und mit entsprechender Übung) bieten sie eine sehr hohe Sicherheit.

Informationen zur Sicherheit von Kondomen

Sie können gemeinsam mit Ihrem Partner oder ihrer Partnerin darauf achten, dass das Kondom nach dem Höhepunkt rechtzeitig mit herausgezogen wird. Aber sogar wenn doch einmal etwas schief geht, können Sie auch selbst etwas tun, um eine Ansteckung mit HIV zu vermeiden.

Informationen zu Kondompannen

Safer Sex

Es stimmt, dass eine stabile und erfolgreiche HIV-Therapie die Viruslast und damit das Ansteckungsrisiko für andere senken kann. Eine HIV-Übertragung ist dann unwahrscheinlich, wenn die Viruslast des HIV-positiven Partners seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze liegt, die antiretroviralen Medikamente konsequent eingenommen werden und bei den Sexualpartnern keine anderen sexuell übertragbaren Infektionen und damit verbundenen Schleimhautdefekte vorliegen. Überprüfbar sind diese Bedingungen allerdings in der Regel nur in Partnerschaften und bei enger ärztlicher Begleitung. Der beste Schutz vor einer HIV-Übertragung ist auch bei niedriger Viruslast weiterhin durch Safer Sex gewährleistet!

Informationen zu Safer Sex
Informationen zur HIV-Übertragung

Im Unterschied zu Blut, Sperma und Vaginalsekret enthält Speichel eine erheblich geringere und für eine HIV-Ansteckung nicht ausreichende Menge an HI-Viren. Ein HIV-Infektionsrisiko besteht bei Zungenküssen nur dann, wenn im Bereich der Mundhöhle einer HIV- infizierten Person eine sichtbar blutende Verletzung vorhanden ist, man also blutigem Speichel ausgesetzt ist.

Informationen zur Übertragung von HIV

Die in Deutschland durch große Präventions-Anstrengungen im internationalen Vergleich relativ niedrige Verbreitung von HIV bedeutet leider nicht, dass bei ungeschütztem Sex keine HIV-Übertragung stattfinden kann. HIV ist heute zwar behandelbar aber immer noch nicht heilbar. Und eine Infektion ist auch heute noch mit Einschränkungen für die Betroffenen verbunden. Deshalb: Nur konsequente Beachtung der Safer Sex Regeln schützt vor Ansteckung.

Informationen zu Safer Sex

Auch wer heterosexuell ist, sollte sich, ebenso wie Männer, die Sex mit Männern haben, vor möglichen HIV-Infektionen schützen. Die eigene sexuelle Orientierung spielt dafür keine Rolle. Jeder kann und sollte sich durch Safer Sex schützen!

Informationen zu Safer Sex

Die Antwort wird vielleicht überraschen: Viele HIV-Infektionen kommen gerade innerhalb fester Partnerschaften zustande. Zum Beispiel, weil sich die Partner anfangs mit Kondomen geschützt haben, aber dann mehr Nähe und Vertrauen entwickeln - vielleicht zusammen mit dem Gefühl "da wird schon nichts sein" oder "ich will lieber nichts vermuten". Liebe, Vertrauen und Nähe bewahren leider nicht vor HIV-Risiken, sondern täuschen leichter darüber hinweg. Nur wenn innerhalb einer Partnerschaft beide – 3 Monate nach dem letzten ungeschützten Sex in einer früheren Beziehung – negativ auf HIV getestet sind und - ganz wichtig! - geklärt ist, wie beide mit sexuellen Kontakten außerhalb der Beziehung umgehen, kann innerhalb der Partnerschaft auf Kondome verzichtet werden.

Informationen zum HIV-Test

Sexuell übertragbare Infektionen

Es gibt einige Warnsignale für eine mögliche Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Infektion (STI), vor allem:
- Brennen beim Wasserlassen,
- veränderter, auffälliger Ausfluss aus dem Penis oder der Vagina
- Juckreiz, Schmerzen oder Hautveränderungen am Penis, am Scheideneingang, in der Vagina oder am After (z.B. Rötungen, Pusteln, Knötchen, Warzen, Geschwüre),
- geschwollene Lymphknoten in der Leistenbeuge,
- Schmerzen im Genitalbereich oder Unterbauch, evtl. auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Veränderungen in Mund und Rachen oder am Enddarm nach Oral- oder Analsex.
Leider sind die Symptome manchmal aber auch so schwach, dass Sie nicht spürbar sind und die Infektion dann nicht bemerkt oder übersehen wird.

Informationen zur Erkennung und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

Für sexuell übertragbare Infektionen sind besonders Hautärzte oder Urologen (für Männer) oder Frauenärzte (für Frauen) oder auch HNO-Ärzte (für Beschwerden im Mund und Rachen) zuständig. Sie können sich an einen dieser Fachärzte wenden. Häufig beraten aber auch Allgemeinmediziner oder das Gesundheitsamt zu dieser Problematik. Ob diese dann Untersuchungen für erforderlich halten, ob sie einen Abstrich, eine Urin- oder Blutprobe untersuchen wollen und nach welcher Zeit dies am besten geschieht, sollten Sie mit der jeweiligen Ansprechperson besprechen.

Informationen zur Erkennung und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

Es ist richtig, dass manche der sexuell übertragbaren Viren langfristig zu Krebs führen können. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Infektion kann durch die Nutzung von Kondomen deutlich gesenkt werden.
Auch die Impfung gegen Hepatitis B ist Menschen, die auf Partnersuche sind oder die wechselnde Partner haben, sehr zu empfehlen. Es gibt außerdem eine Impfung gegen HPV (Humanes Papilloma Virus). Fragen Sie am besten bei Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt danach.

Informationen zu sexuell übertragbaren Infektionen

Zwar können viele sexuell übertragbare Infektionen (STI) bei rechtzeitiger Erkennung erfolgreich behandelt werden. Aber gegen manche gibt es keine heilenden Medikamente, darunter auch Viruserkrankungen (z.B. Herpes, HIV), von denen einige unerkannt bleiben und sehr schwere Schäden nach sich ziehen können. Bakteriell bedingte sexuell übertragbare Infektionen (STI) können unerkannt bleiben und langfristig schwerwiegende Folgen (z.B. Unfruchtbarkeit) haben. Außerdem können akut vorhandene Infektionen die Übertragung einer HIV-Infektion stark begünstigen.

Informationen zur Erkennung und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

Eine Übertragung von HIV und Hepatitis B ist dann möglich, wenn dabei Geschlechtssekret einer anderen Person in eine frisch blutende oder nässende Hautverletzung bzw. einen Schleimhautbereich eingerieben wird. Herpes, Tripper, Chlamydien und Syphilis sind allerdings wesentlich leichter - zum Beispiel durch das Berühren von Geschwüren oder als Schmierinfektionen - übertragbar.

Informationen zur STI-Übertragung

Tatsächlich sind die Erreger der Syphilis recht leicht übertragbar. Auch deshalb nimmt Syphilis in den letzten Jahren bei uns wieder zu. Die einzige zuverlässige Vorbeugung gegen Syphilis wäre der vollständige Verzicht auf Sex. Das ist aber für die meisten Menschen lebensfremd. Besser ist, sich über die Symptome zu informieren, bei Sexpartnern den Kontakt zu Geschwüren und entzündeter Haut meiden und im Verdachtsfall selbst ärztliche Hilfe zu suchen oder den Partner dazu zu bringen. Für Menschen, die sehr häufig wechselnde Sex-Partner haben, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, damit eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung möglich wird, falls man Risiken eingegangen ist.

Informationen zu Syphilis

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