Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Natürlich gibt es tausende verschiedene Fragen rund um Safer Sex, sexuell übertragbare Krankheiten, Risiko, Schutz, Test und und und ...
Aber es gibt doch einige Fragen, die besonders häufig gestellt werden. Wir haben solche Fragen und Antworten hier gesammelt. Und wir geben jeweils Hinweise, wie Sie sich bei Bedarf schnell genauer informieren können. Vielleicht ist Ihre persönliche Frage damit schon beantwortet. Wenn Sie aber mehr und anderes wissen wollen, und vor allem wenn Sie eigene, sehr persönliche Fragen haben - bitte
rufen Sie uns an oder mailen Sie uns!
Wie groß die Ansteckungsgefahr - auch mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten - genau ist, hängt von vielen Aspekten ab. Deshalb sollten Sie sich auf jeden Fall persönlich bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder in einer Aids-Beratungsstelle beraten lassen, auch über die Möglichkeit eines HIV-Tests. Es ist wichtig, ihre Partnerin zu schützen, bis Sie die Sachlage klären konnten. Mehr Informationen ...
Grundsätzlich kann eine HIV-Infektion auch bei einem einzigen ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem HIV-infizierten Partner zustande kommen. Wie groß das Risiko war und ob Sie sich tatsächlich infizierten, kann jedoch nur durch einen HIV-Test festgestellt werden. Lassen Sie sich hierüber bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder einer Aids-Beratungsstelle beraten. Mehr Informationen ...
Zwar hat die HIV-Verbreitung in der Bevölkerung einiger afrikanischer Länder hohe Zahlen erreicht, jedoch geht damit nicht ein gleichermaßen hohes Ansteckungsrisiko durch Unzulänglichkeiten der medizinischen Versorgung einher. Außerdem haben viele europäische Reiseunternehmer Kontakte zu ausgewählten Ärzten mit hohem Standard. Was sie zusätzlich für Ihre Sicherheit bedenken können, finden Sie hier: Mehr Informationen ...
Ob Sie ein Ansteckungsrisiko hatten, kann am besten in einem Gespräch geklärt werden. Ob Sie sich tatsächlich infizierten, kann letztlich nur durch einen HIV-Test festgestellt werden. Eine hinreichend sichere Aussage ist jedoch erst nach 12 Wochen möglich. Lassen Sie sich hierüber bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder einer Aids-Beratungsstelle beraten. Mehr Informationen ...
Bei Einhaltung der Wartefrist von 12 Wochen nach einer eventuellen Infektion ist ein fälschlich negatives Testergebnis sehr unwahrscheinlich. Mehr Informationen ...
Sie können bei einer Beratungsstelle im Gesundheitsamt einen anonymen HIV-Test durchführen lassen. Dann wird ihr Befund niemandem außer Ihnen persönlich bekannt und auch in keiner Patientenakte eingetragen. Mehr Informationen ...
In welcher Richtung das Kondom abgerollt wird, kann man bei genauem Hinsehen an der außen liegenden Rolle erkennen. Um dies auch ohne Licht fühlen zu können, empfiehlt es sich, vorher bei Beleuchtung ein paar Mal zu üben. Eine vollständige Gebrauchanweisung für Kondome finden Sie hier: Mehr Informationen ...
Die Qualität der in Deutschland verkauften Kondome (CE-Zeichen) ist sehr hoch. Dies wird durch unabhängige Waren-Tests immer wieder bestätigt. Deswegen gehören Kondome zu den sicheren Verhütungs- und Schutzmitteln. Die meisten Pannen mit Kondomen passieren durch falschen Gebrauch. Bei korrekter Benutzung von Kondomen (und mit entsprechender Übung) bieten sie eine sehr hohe Sicherheit. Mehr Informationen ...
Sie können gemeinsam mit Ihrem Partner oder ihrer Partnerin darauf achten, dass das Kondom nach dem Höhepunkt rechtzeitig mit herausgezogen wird. Aber sogar wenn doch einmal etwas schief geht, können Sie auch selbst etwas tun, um Schwangerschaft oder Ansteckung zu vermeiden. Mehr Informationen ...
Es stimmt, dass die Menge der Viren im Blut bei vielen HIV-Infizierten durch HIV-Medikamente absinken kann. Daraus kann man jedoch nicht ableiten, dass auch keine Ansteckung mehr möglich ist! Der beste Schutz vor einer HIV-Übertragung ist auch bei niedriger "Viruslast" weiterhin durch Safer Sex gewährleistet! Mehr Informationen ...
Im Unterschied zu Blut, Sperma und Vaginalsekret enthält Speichel von HIV-Trägern erheblich geringere und für eine HIV-Ansteckung nicht ausreichende Menge an HI-Viren. Außerdem ist im Speichel von Natur aus ein Virus-hemmender Stoff enthalten. Bei Zungenküssen ist ein Risiko theoretisch nicht auszuschließen. Ein Risiko bei Zungenküssen besteht nur dann, wenn im Bereich der Mundhöhle einer HIV- infizierten Person eine blutende Verletzung vorhanden ist, man also blutigem Speichel ausgesetzt ist.
Die in Deutschland durch große Präventions-Anstrengungen im internationalen Vergleich relativ niedrige Verbreitung von HIV bedeutet leider nicht, dass bei ungeschütztem Sex keine HIV-Übertragung stattfinden kann. Vor allem: seit vielen Jahren steigen die HIV/Aids-Zahlen sowie Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten auch bei uns deutlich - und damit auch die Ansteckungsgefahren! Aids ist trotz medizinischer Fortschritte nach wie vor eine meist tödliche Krankheit. Deshalb: Nur konsequente Beachtung der Safer Sex Regeln schützt vor Ansteckung. Mehr Informationen ...
HIV wird nicht durch Sex zwischen Jungen an sich übertragen, sondern nur durch ungeschützten Sex mit einem HIV-Infizierten. Ob du überhaupt ein Ansteckungsrisiko hattest, kann am besten in einem Gespräch geklärt werden; und ob du dich tatsächlich mit HIV infiziert hast, kann nur mit einem HIV-Test geklärt werden. Lass dich dazu am besten bei einem Arzt, beim Gesundheitsamt oder einer Aids-Beratungsstelle beraten. Oder ruf die BZgA-Telefonberatung an. Mehr Informationen ...
Auch wer heterosexuell ist, sollte sich wie schwule Männer vor möglichen HIV-Infektionen schützen. Die eigene sexuelle Orientierung spielt dafür keine Rolle. Du brauchst deine Lust auf Männer also auch nicht wegen der Angst vor Ansteckung zu unterdrücken. Jeder kann sich durch Safer Sex schützen! Mehr Informationen ...
Die Antwort wird vielleicht überraschen: viele HIV-Infektionen kommen gerade innerhalb fester Partnerschaften zustande. Zum Beispiel, weil sich die Partner anfangs mit Kondomen geschützt haben, aber dann mehr Nähe und Vertrauen entwickeln - vielleicht zusammen mit dem Gefühl "da wird schon nichts sein" oder "ich will lieber nichts vermuten". Liebe, Vertrauen und Nähe bewahren leider nicht vor HIV-Risiken, sondern täuschen leichter darüber hinweg. Wenn innerhalb einer Partnerschaft beide negativ auf HIV getestet sind und - ganz wichtig - geklärt ist, wie beide mit sexuellen Kontakten außerhalb der Beziehung umgehen, kann innerhalb der Partnerschaft auf Kondome verzichtet werden. Mehr Informationen ...
Es gibt einige Warnsignale für mögliche Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit, vor allem:
- Brennen beim Wasserlassen,
- veränderter, auffälliger Ausfluss aus dem Penis oder der Vagina
- Juckreiz, Schmerzen oder Hautveränderungen am Penis, am Scheideneingang, in der Vagina oder am After (z.B. Rötungen, Pusteln, Knötchen, Warzen, Geschwüre), geschwollene Lymphknoten in der Leistenbeuge,
Schmerzen im Genitalbereich oder Unterbauch, evtl. auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Veränderungen in Mund und Rachen oder am Enddarm nach Oral- oder Analsex.
Leider sind die Symptome manchmal aber auch so schwach, dass Sie nicht spürbar sind und die Infektion dann nicht bemerkt oder übersehen wird.
Für sexuell übertragbare Krankheiten sind besonders Hautärzte oder Urologen oder Frauenärzte (für Frauen) oder auch HNO-Ärzte (für Beschwerden im Mund und Rachen) zuständig. Sie können sich an einen dieser Fachärzte wenden. Häufig beraten aber auch Allgemeinmediziner oder das Gesundheitsamt zu dieser Problematik. Ob diese dann Untersuchungen für erforderlich halten, ob sie einen Abstrich, eine Urin- oder Blutprobe untersuchen wollen und nach welcher Zeit dies am besten geschieht, müssen Sie mit der jeweiligen Ansprechperson absprechen.
Es ist richtig, dass manche der sexuell übertragbaren Viren langfristig zu Krebs führen können. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Infektion kann durch die Nutzung von Kondomen deutlich gesenkt werden. Auch um solch eine Ansteckung zu vermeiden, hilft nur der konsequente Gebrauch von Kondomen.
Auch die Impfung gegen Hepatitis B ist Menschen, die auf Partnersuche sind oder die wechselnde Partner haben, sehr zu empfehlen. Es gibt außerdem eine gegen HPV (Humanes Papillon Virus). Fragen Sie am besten bei Ihrer Ärztin/ ihrem Arzt danach. Mehr Informationen...
Zwar können viele sexuell übertragbare Krankheiten bei rechtzeitiger Erkennung erfolgreich behandelt werden. Aber gegen manche gibt es keine Medikamente, darunter auch Viruserkrankungen (z.B. Herpes, HIV), von denen einige unerkannt bleiben und sehr schwere Schäden nach sich ziehen können. Bakteriell bedingte sexuelle übertragbare Krankheiten können unerkannt bleiben und langfristig schwerwiegende Folgen (z.B. Unfruchtbarkeit) haben. Außerdem können akut vorhandene Infektionen die Übertragung einer HIV- Infektion stark begünstigen. Mehr Informationen ...
Eine Übertragung von HIV und Hepatitis B ist dann möglich, wenn dabei Geschlechtssekret einer anderen Person in eine frisch blutende oder nässende Hautverletzung bzw. einen Schleimhautbereich eingerieben wird.
Herpes, Pilzinfektionen, Tripper, Chlamydien und Syphilis sind allerdings wesentlich leichter - schon als Schmierinfektionen - übertragbar.
Tatsächlich sind die Erreger der Syphilis recht leicht übertragbar. Auch deshalb nimmt Syphilis in den letzten Jahren bei uns wieder stark zu. Die einzige zuverlässige Vorbeugung gegen Syphilis wäre der vollständige Verzicht auf Sex. Das ist aber für die meisten Menschen lebensfremd. Besser ist, sich über die Symptome zu informieren und im Verdachtsfall selbst ärztliche Hilfe zu suchen oder den Partner dazu zu bringen. Für Menschen, die sehr häufig wechselnde Sex-Partner haben, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, damit eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung möglich wird, falls man Risiken eingegangen ist. Mehr Informationen ...
Wir laden Sie ein, ihr persönliches Risiko von sexuell übertragbaren Infektionen zu checken. Sie können Ihre Risiko-Einstellungen und Ihr Verhalten überprüfen. Mit Ihrer individuellen Auswertung können Sie sich besser einschätzen und ggf. Ihr Verhalten optimieren.
Wir laden Sie ein, ihr Wissen über HIV und sexuell übertragbare Infektionen zu checken. Mit Ihrer individuellen Auswertung können Sie sich besser einschätzen und ggf. Ihr Wissen ergänzen.