Voraussetzungen
Personelle und finanzielle Kontinuität
Das wichtigste Ziel ist immer die hohe und gleichmäßige Qualität der Mitmach-Parcours-Einsätze. Dazu ist Kontinuität beim Personal wichtig. Es werden ein bis mehrere verantwortliche Personen benötigt - je nach Umfang des Projektes -, die das gesamte Projekt begleiten und uneingeschränkt für das Projekt zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass sie mindestens 80% ihrer Arbeitszeit dem "Projekt Mitmach-Parcours" widmen müssen. Konnte das in den Modell-Ländern nicht über die gesamte Laufzeit des Projektes erreicht werden, ist es häufig zu mehr oder weniger gravierenden Störungen gekommen bis hin zum endgültigen Stopp eines Projekts.
Personal-Bedarf
Die Anzahl der Projekt-Mitarbeiter/-innen hängt im Wesentlichen von den Zielen ab, die hauptsächlich erreicht werden sollen. Steht im Vordergrund, möglichst viele Menschen zu erreichen? Oder sollen vor allem Multiplikations- und strukturelle Wirkungen erzielt werden?
Zehn Schritte auf dem Weg zum eigenen Mitmach-Parcours:
- Das Mitmach-Parcours-Konzept den relevanten (Fach-) Institutionen in Ihrem Land vorstellen und erläutern, um eine breite Akzeptanz für das Projekt zu erreichen.
- Alle relevanten staatlichen und nicht-staatlichen Stellen in die Konsensbildung aktiv mit einbeziehen und eine mittelfristige Finanzierung sichern.
- Verantwortliche Organisation für die Projektleitung sowie Personen mit ausreichendem Zeitbudget für das Mitmach-Parcours-Projekt finden.
- Kooperationspartner/-innen finden: für Anpassungsprozess und spätere Durchführung.
- Konzept des nationalen Mitmach-Parcours entwickeln und Ziele festlegen: Ziele und Zielgruppen des nationalen Mitmach-Parcours, angestrebte Teilnehmer-Zahlen, Interventionsregionen, stufenweises Konzept für die Integration von Kooperationspartnern und ggf. spätere Übergabe der Verantwortung "verschriften" - abgestimmt auf das vorhandene Budget.
- Landestypische Anpassung des Mitmach-Parcours entwickeln, erproben und ggf. überarbeiten: Konzept und Stationen an die Landessituation sowie an die angestrebten Zielgruppen anpassen, didaktische Materialien des Parcours entwickeln, den Parcours oder die Parcours-Sets bauen lassen.
- Training von Kern-Team und Moderatoren.
- Dokumentations- und Evaluationskonzept entwickeln: Vereinbarungen mit den Kooperationspartnern treffen. Ergebnisse regelmäßig auswerten und umsetzen.
- Regelmäßige Supervision und Nachschulungen implementieren.
- Schrittweise den Einsatzbereich vertiefen bzw. ausweiten: ggf. weitere Teams qualifizieren, weitere Sets des Mitmach-Parcours bauen, ggf. weiterentwickeln oder an neue Zielgruppen anpassen, qualitätssichernde Maßnahmen auf gesamten Einsatzbereich ausweiten.
Wenn Sie den Mitmach-Parcours nutzen und adaptieren wollen:
Sie können sich direkt an die BZgA oder die GTZ wenden. Von dort können Sie das Handbuch und den Film erhalten. Ferner gibt es Experten, die Sie bei der Entwicklung und Anpassung Ihres Mitmach-Parcours beraten können.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte in deutscher oder englischer Sprache an:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Referat 3-33: Ausstellungen und personale Kommunikation
Ostmerheimer Straße 220
51109 Köln
beate.lausberg@bzga.de
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Postfach 5180
65726 Eschborn
Susanne.Pritze-Aliassime@gtz.de
Oder setzen Sie sich über das Kontaktformular mit uns in Verbindung.