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Gib Aids keine Chance

Collage aus verschiedenen Motiven der Aidsprävention

Den größten Schwerpunkt in der BZgA-Arbeit bildet seit 1987 die Aids-Präventionskampagne. Ihr Logo Gib Aids keine Chance gehört zu den bekanntesten "Markenzeichen" in Deutschland überhaupt. Im BZgA-Referat "Maßnahmen zur Aids-Bekämpfung" (und in Zusammenarbeit mit anderen Referaten) wird diese bundesweite Dachkampagne koordiniert, Medien und Maßnahmen geplant und realisiert sowie die Konzepte und einzelnen Bausteine ständig weiterentwickelt.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Konzepte, Arbeitsweise, Inhalte sowie aktuelle Medien, Maßnahmen und Angebote.

Kampagnenziele von Gib Aids keine Chance

Wichtigstes Ziel ist es, möglichst viele Neuinfektionen mit HIV, dem Erreger von Aids, zu verhindern.

Aus diesem Hauptziel haben wir Teilziele abgeleitet:

  • die Vermittlung eines hohen Wissensstandes in der Bevölkerung über Ansteckungsrisiken, Nichtrisiken und Schutzmöglichkeiten,
  • die Motivation zur Kondombenutzung in Risikosituationen,
  • die Schaffung und Unterstützung eines Gesellschafts-Klimas gegen Ausgrenzung und Diskriminierung Betroffener.

Die Kampagne richtet sich an die gesamte Bevölkerung sowie in Teilbereichen gezielt an spezifische Gruppen innerhalb der Bevölkerung.

Wie wir arbeiten: Konzept und Strategie

Die Grundlage erfolgreicher Aids-Prävention und damit der Kampagne ist die langfristig angelegte "gesellschaftliche Lernstrategie", deren Medien und Maßnahmen sich wechselseitig ergänzen und verstärken:

  • Massenkommunikationsmittel, wie TV- und Hörfunk-Spots oder Großplakate und Anzeigen. Sie haben die höchste Reichweite in der Bevölkerung und wirken als Denk- und Gesprächsanstöße.
  • Broschüren und andere Printmedien bieten ergänzende und differenzierte Informationen für Interessierte und Multiplikatoren.
  • "Personalkommunikative" Elemente, die Menschen individuell ansprechen. Sie ermöglichen und intensivieren die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema HIV und Aids. Beispiele: interaktive Ausstellungen, Aktionen in und mit Schulen, Veranstaltungen auf kommunaler Ebene.
  • Die anonyme persönliche Telefonberatung. Sie ist telefonisch oder per E-Mail an sieben Tagen in der Woche erreichbar und hilft bei persönlichen Fragen und schwierigen Erfahrungen, bei Unsicherheiten und Ängsten. Sie nennt auch Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in Ihrer Nähe.

Zusammenarbeiten

Die seit Beginn der Kampagne verabredete Arbeitsteilung zwischen der staatlichen BZgA und Deutscher AIDS Hilfe (DAH) als Dachverband der über 100 bundesweiten AIDS-Hilfegruppen ist ein entscheidender Bestandteil, um das breite Spektrum verschiedener Zielgruppen möglichst effektiv zu erreichen.

Die enge Kooperation zwischen Bund und Ländern sowie die Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsämtern und allen anderen regional arbeitenden Institutionen sichert die bundesweite Wirkung der Kampagne.

Auch mit internationalen Organisationen und einer Vielzahl anderer Länder bestehen intensive Arbeitskontakte.

Qualität und Wirkung sichern

Durch umfangreiche und seit Beginn 1987 permanent durchgeführte Maßnahmen zur Evaluation (wissenschaftliche Untersuchung der Wirkung von Medien oder Maßnahmen), wie z.B. die jährliche Repräsentativbefragung "Aids im öffentlichen Bewusstsein" (Kurzfassung der Studie), erhalten wir wichtige Information über die Ergebnisse unserer Arbeit und aktuelle Entwicklungen bezüglich Wissen, Einstellungen und Verhalten in der Bevölkerung. Auch die einzelnen Medien und Maßnahmen werden auf ihre Wirkung und Reichweite untersucht.

Weiter zur Dokumentation

Aids-Strategie der Bundesregierung

Gib Aids keine Chance - Dokumentation 1985-2009
Gib Aids keine Chance - Dokumentation 1985-2009

Broschüre, PDF, 58 Seiten.

Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung
Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung

pdf-Dokument zum Download



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