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Themen

HIV/Aids

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen steigt in Deutschland seit einigen Jahren wieder leicht an. Neue Medikamente und Behandlungsmethoden haben die Lebenserwartung und Lebensqualität von Menschen mit HIV und Aids erheblich verbessert. Ein Heilmittel gibt es aber weiterhin nicht. Aufklärung, Schutz und Solidarität bleiben weiter wichtig.

Basiswissen soll bei den JugendFilmTage ins Bewusstsein gerückt werden: wie schütze ich mich und andere vor einer Ansteckung mit HIV oder anderen STDs? Sie sollten Jugendlichen bei den Mitmach-Aktionen deutlich erläutern, dass Safer Sex die einzige wirksame Methode ist, um beim eindringenden Sex eine Infektion mit HIV und anderen STDs zu vermeiden.

Die zentralen Botschaften der BZgA zur Aidsprävention sind:

  • Informiere dich
  • Schütze dich und andere/Kondome schützen
  • Handle solidarisch

Sexualität...

Sexualaufklärung ist nicht nur ein wesentliches Element der Aidsaufklärung. Sexualität ist ein existentielles menschliches Grundbedürfnis und zentraler Bestandteil seiner Identität und Persönlichkeitsentwicklung. Für jeden Menschen ist Sexualität mit unterschiedlichen Hoffnungen, Erwartungen und Erfahrungen verbunden. Sie ist eingebettet in ein komplexes Netz aus Normen und Wertvorstellungen auf gesellschaftlicher Ebene.

Sexualaufklärung muss über Verhütung informieren, Jugendliche befähigen mit Grenzen und Schwierigkeiten konstruktiv umzugehen, verdeutlichen, dass Sexualität Lust und Freude spenden kann und insbesondere auch Geschlechterrollen und Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern kritisch hinterfragen.

Für die JugendFilmTage bieten sich altersgerecht folgende Schwerpunkte an:

  • Freundschaft
  • Verliebtsein/Liebeskummer
  • Das 1. Mal/Sexualität
  • Verhütung/Verhütungspannen
  • Rollen/Mädchen & Jungen
  • Identität/sexuelle Orientierung
  • Coming of age: Familien-/Elternkonflikt
  • Lebensplanung/Schwangerschaft und
  • Körper/Schönheit

Diese Themen sowie ergänzende "Spezial-Themen" einiger Filme finden sich auch in den Filmbeschreibungen, den Mitmach-Aktionen und den Gruppen-Methoden für die schulische Vor- und Nachbereitung der JugendFilmTage wieder. Sie haben damit die Möglichkeit, den Schulen ein inhaltlich und methodisch aufeinander abgestimmtes Angebot zu machen und dieses für die nächsten JugendFilmTage zu variieren und neu zusammen zu stellen.

Migration: Kulturelle Hintergründe, Werte & Normen

Migrant oder Migrantin in Deutschland zu sein, kann zu schlechteren Gesundheitschancen führen und stellt neue Herausforderungen an den Bereich Sexualpädagogik. Um Aufklärung bei Menschen mit Migrationshintergrund wirksamer zu machen, bemühen sich die BZgA, weitere Organisationen und Selbsthilfe um die verstärkte Entwicklung kulturell geeigneter Beratungsangebote und Informationsmaterialien.

Medientipp

Sexualpädagogik in interkulturellen Gruppen Infos, Methoden und Arbeitsblätter, www.verlagruhr.de

Good Practice

Interkulturelle JugendFilmTage Oberhausen

Ansicht einer Broschüre zu den Jugendfilmtagen in Oberhausen

Gender: Geschlechtergerechte Jugendarbeit

Bereits in den ersten Lebensjahren werden Geschlechterrollen unbewusst angenommen und gelebt: Was ist scheinbar "typisch" oder "richtig" für Mädchen bzw. Jungen. Um zu verhindern, dass Sie ihre eigenen Rollenvorstellungen weitergegeben, ist es wichtig, sich vorher die persönlichen Einstellungen bewusst zu machen.

Vielen Mädchen fällt es leicht(-er als Jungen) über Sexualität, Verhütung und die damit verbundenen Gefühle zu sprechen, zuzuhören und zu trösten. Für viele Jungen ist dies noch zu lernen. Viele Jungen können meist gut eigene Wünsche formulieren oder Grenzen erkennen und setzen. Für viele Mädchen steht an genau dies noch zu lernen.

Falls personell möglich, sollten gemischtgeschlechtliche Gruppen von einer Frau und einem Mann geleitet werden. Diese können für Jugendliche beim Lernen geschlechtsuntypischer Erfahrungen Vorbild sein. Zeitweise können Sie Mädchen und Jungen auch in zwei Gruppen teilen, um offener untereinander sprechen zu können. Außerdem erhöht eine zeitweise Trennung die Neugier umso mehr, nachher zu erfahren, was denn in der jeweils anderen Gruppe besprochen wurde oder welche Fragen gestellt wurden.

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