Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Den neuen Bundeswettbewerb Aidsprävention führen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wieder gemeinsam durch.
Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. engagiert sich schon seit 2005 in der Aidsprävention. Das findet auch im neuen Bundeswettbewerb Aidsprävention seinen Ausdruck, der mit der PKV unterstützt und begleitet wird.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist seit 1987 für die Kampagne "Gib Aids keine Chance" zuständig. Der Bundeswettbewerb Aidsprävention soll nun besonders den Blick auf gefährdete und ausgegrenzte Menschen legen, die sich nicht ohne weiteres über Aids und Schutzmöglichkeiten vor Aids informieren können.
Aids ist noch immer eine unheilbare Krankheit, die mit erheblichem menschlichem Leid für die Betroffenen und ihre Angehörigen verbunden ist. Zum Glück konnte der Anstieg der HIV-Neuinfektionen in Deutschland inzwischen gestoppt werden. Dies wurde durch eine beispielgebende Präventionsarbeit erreicht. Die deutschen Präventionskampagnen (allgemein bekannt unter den Slogans "Mach´s mit" und "Gib AIDS keine Chance") sind auch international ein Vorbild für eine Aufklärung, die bei den Zielgruppen ankommt.
Die private Krankenversicherung engagiert sich seit dem Jahr 2005 in der Aidsprävention. Dazu stellt sie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jährlich 3,4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit unserer Unterstützung konnte die deutsche Aids-Aufklärung breitenwirksam und zielgruppenorientiert ausgerichtet werden.
Im Jahre 2008 hat sich die private Krankenversicherung entschlossen, als Partner der BZgA erstmals den "Bundeswettbewerb Aidsprävention" auszuloben. Mit ihm suchten und fanden wir in ganz Deutschland neue Ideen, um Menschen miteinander zum Thema Aids ins Gespräch zu bringen. Der große Zuspruch und die Qualität der damals prämierten Projekte haben uns ermutigt, den Wettbewerb in diesem Jahr zum zweiten Mal auszuschreiben.
Mit dem Bundeswettbewerb wollen wir diejenigen Projekte unterstützen, die uns neue Wege aufzeigen, unsere Präventionsmaßnahmen weiterzuentwickeln. Nur durch diese neuen Impulse wird es uns auch in der Zukunft gelingen, die wichtigen und häufig schwer erreichbaren Zielgruppen mit unserer Präventionsbotschaft anzusprechen.
Allen, die sich an diesem gemeinsamen Vorhaben beteiligen, möchte ich bereits jetzt herzlich danken!
Im Laufe von Jahrzehnten erfolgreicher AIDS-Prävention und Aufklärung in Deutschland haben sich die Bedingungen für wirksame Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen stark verändert. So werden HIV und Aids wegen der besseren medizinischen Behandelbarkeit heute weniger als früher als tödliche Bedrohung wahrgenommen. In den Medien erscheinen HIV-Infektion und Aids-Erkrankung heute oft als "normale" chronische Erkrankung. Diese Entwicklung hat dazu beigetragen, dass in den vergangenen Jahren bei manchen falsche Hoffnungen und Entwarnungs-Fantasien geweckt wurden.
Als Folge davon wurden bei uns bis 2007in jedem Jahr mehr HIV-Infektionen diagnostiziert. 2008 und 2009 konnte dieser Anstieg gestoppt werden. Das Ziel bleibt aber die nachhaltige Senkung der HIV-Neuinfektionen und der Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Um die Erfolge der Präventionsarbeit zu stabilisieren und auszubauen, brauchen wir immer wieder neue Wege und innovative Projekte, die das nötige Wissen vermitteln, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Schutz in verschiedenen Gruppen wach halten und den Zugang zu Beratungs-, Test- und Therapieangeboten erleichtern. Dadurch können Neuinfektionen verhindert und gleichzeitig betroffene und gefährdete Menschen besser in die Gesellschaft integriert werden.
2010 wird der "Bundeswettbewerb Aidsprävention" erneut ausgeschrieben. Mit ihm hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Rahmen ihrer nationalen Aidspräventions-Kampagne erstmals 2008 Projekte ausgezeichnet, die den neuen Herausforderungen Rechnung tragen. Im Mittelpunkt stehen gefährdete Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Oft müssen sprachliche und kulturelle Barrieren überwunden werden und neue Zugangswege zu schwer erreichbaren Zielgruppen gefunden werden, damit wichtige Informationen ankommen, verstanden werden und im praktischen Leben umgesetzt werden können. Wirksame Aidsprävention muss alle diese Aspekte im Blick haben. Jeder Mensch hat das Recht und muss die Möglichkeit haben, sich zu informieren und ggf. Beratung und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Nur so kann sie oder er verantwortlich über Schutzverhalten entscheiden und verantwortlich handeln.
Der zusammen mit dem PKV-Verband ausgeschriebene "Bundeswettbewerb Aidsprävention" will auch 2010 bestehenden und geplanten innovativen Projekten die Aufmerksamkeit, Würdigung und Unterstützung verschaffen, die sie verdienen. Dass dieses Ziel realistisch ist, hat die Auswertung des ersten Wettbewerbes gezeigt: alle im mehrfachen Wortsinne ausgezeichneten Projekte haben erheblich davon profitiert und sind finanziell, personell oder ideell wesentlich gestärkt worden.
Die BZgA lädt ausdrücklich auch Menschen, Fachkräfte und Einrichtungen zur Beteiligung ein, die bisher in der Aidsprävention nur wenig oder gar nicht aktiv waren. Denn neue Herausforderungen brauchen auch neue Akteure und neue Kooperationsformen. Auch dafür setzt der Bundeswettbewerb Aidsprävention ein Signal. Wir freuen uns auf zahlreiche Wettbewerbsbeiträge. Sie möchte nicht nur mit der Preisverleihung, sondern auch mit der Dokumentation der besten Beiträge im Internet dafür sorgen, dass möglichst viele good-practice-Projekte bekannt werden und weitere Unterstützung erhalten. All jenen, die sich mit innovativen Ideen und Projekten am Wettbewerb beteiligen, bereits jetzt herzlichen Dank!
Einstellung der Projekte
01.03.2010 bis 15.06.2010
Bewertung der Projekte
16.06.2010 bis 20.09.2010
Nominierung erfolgt
ab 21.09.2010
Prämierung der Gewinner
am 22.10.2010
Präsentation der Projekte
ab 25.10.2010
Was hat sich bei den Preisträgern und Nominierten aus 2008 getan?