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Bundeswettbewerb Aidsprävention 2010

Die Nominierten und Gewinner des Bundeswettbewerbs Aidsprävention 2010

Herausragende Projekte der Aidsprävention wurden am 22.10.10 bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin in der Kalkscheune geehrt. Die prämierten Projekte erhielten aus der Hand von Herrn Minister Dr. Philipp Rösler, die Statue des "Sirius" überreicht und auch die nominierten Projekte wurden als "Leuchttürme der Aidsprävention in Deutschland" feierlich geehrt und der Öffentlichkeit präsentiert. Über die Preisverleihung wird an dieser Stelle ausführlich berichtet!

Im Mai 2011 wurden die Nominierten und Prämierten befragt, was aus ihren Projekten in der Zwischenzeit wurde. Unter der Rubrik "Nachgefragt" in den jeweiligen Steckbriefen der Projekte können Sie mehr erfahren.

"Neue Wege sehen, neue Wege gehen" - unter diesem Thema rief der Bundeswettbewerb Aidsprävention, der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) 2010 zum zweiten Mal ausgelobt wurde, dazu auf, neuartige, außergewöhnliche und nachahmenswerte Projekte einzureichen.

Besonders erwünscht waren Projekte, die sich auch thematisch neuen Herausforderungen stellen und so Innovation unter Beweis stellen. Dazu gehörten zum Beispiel die Themen von möglichst frühzeitigem Beraten und Testen, der Ansprache besonders schwer erreichbarer Gruppen und der Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen als HIV.

Insgesamt wurden für die prämierten Ideen und Projekte Preisgelder in Höhe von 50.000 EUR verliehen. Diese Preisgelder kommen den prämierten Projekten zu Gute. Teilnehmen konnten Initiativen, Vereine, Institutionen, Beratungsstellen, Jugendgruppen und Schulen. Die eingereichten Projekte sollen neue Wege zeigen,

  1. wie und über welche Gesprächsanlässe Menschen dazu gewonnen werden können, über HIV/Aids und sexuell übertragbare Infektionen (STI) zu sprechen, sich ggf. testen und behandeln zu lassen und sich davor zu schützen,
  2. welche Methoden, Kommunikationsformen, Gesprächsräume, Partnerinnen und Partner besonders geeignet sind, Gespräche darüber zu fördern, aufrecht zu halten und zum Handeln anzuregen,
  3. welche neuen und ungewohnten Wege der Zusammenarbeit, Bündnisse und Kooperationen (auch mit Akteuren und Institutionen außerhalb der klassischen Aidsprävention) dies fördern, stützen, tragen und verankern können.

Dabei sollten bisher nicht gut erreichte Zielgruppen, z.B. Menschen in schwierigen Lebenslagen, MSM Teilzielgruppen, Freier, Prostituierte, Reisende, Menschen mit Migrationshintergrund, besonders angesprochen werden.

Über 60 Institutionen und Träger haben sich beteiligt und innovative Projektideen, bereits angelaufene oder gerade beendete Projekte eingereicht. Vierzehn Projekte haben es schließlich bis zur Nominierung geschafft.

Bis zur letzten Minute am 15.06.2010 um 16.00 Uhr gingen die Teilnahmebeiträge beim Bundeswettbewerb Aidsprävention unter dem Titel "Neue Wege sehen - neue Wege gehen!" ein. Die Veranstalter freuten sich über die beeindruckende Vielfalt der eingegangenen Projekte und Projektideen. Die rege Teilnahme zeigte, dass auch der zweite Bundeswettbewerb Aidsprävention auf fruchtbaren Boden gefallen ist und Aidsprävention in Deutschland viele Facetten aufweist. Alle eingegangenen Projektbeiträge wurden sehr sorgfältig ausgewertet und fachlich beurteilt. Den Mitgliedern der Fachjury wurden alle Projekte vorgelegt. Jeweils zwei Jurymitglieder bewerteten unabhängig voneinander ein Projekt, damit unterschiedliche Blickrichtungen in die Beurteilung einfließen konnten. Nach der Bewertungsphase durch die einzelnen Jurymitglieder trat die Jury am 20.09.2010 zusammen, um gemeinsam zu diskutieren und abzuwägen, welche Projekte als besonders innovativ, neuartig, modellhaft und übertragbar nominiert und prämiert werden sollen. Nach dem mehrstufigen Bewertungsverfahren stehen die sechs nominierten, sechs prämierten Projekte sowie zwei Projekte mit Anerkennungspreisen nun fest.



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